Wochenbett

10 Tipps für einen entspannten Start ins Wochenbett

Die ersten Tage und Wochen mit Baby werden dein Leben ganz schön auf den Kopf stellen. Unser Tipp: Vorbereitung ist alles! Denn damit sich euer Stillrhythmus und das Familienleben im Wochenbett in Ruhe einpendeln können, solltet ihr euch nicht noch um tausend Kleinigkeiten kümmern müssen.

 

 

1. Erstell eine Whatsapp- oder E-Mail-Gruppe.

Klingt vielleicht banal, aber wenn du nach der Geburt die frohe Botschaft verkünden und die ersten süßen Fotos verschicken möchtest, solltest du im Wochenbett nicht erst lange nach Adressen und Kontakten suchen müssen. Wenn du eine Gruppe einrichtest, reicht es, wenn du eine glückliche Nachricht rausschickst – nicht fünfzig. Wenn du die Geburtsnachricht lieber offline verschickst, lohnt sich Vorbereitung doppelt: Dutzende Kuverts beschriften kannst du in den letzten Wochen vor der Geburt bequem vom Sofa aus!

 

2. Füll den Vorratsschrank und die Gefriertruhe.  

Es ist wichtig für deinen Körper und für deine Milchbildung, dass du im Wochenbett schnell wieder zu Kräften kommst und regelmäßig isst. Genauso wichtig ist es aber, dass weder du noch dein Partner dafür lange in der Küche stehen müssen. Wenn du vor der Geburt einfach jeden Tag ein paar Portionen mehr kochst und einfrierst, braucht ihr im Wochenbett nur noch aufzutauen und aufzuwärmen. Am besten, du kochst deine Lieblingsgerichte vor! Es spricht auch nichts dagegen, ein paar gute (Bio-)Fertiggerichte für alle Fälle einzukaufen. Gerade viele Gemüsesorten sind aus dem Tiefkühler oft ebenso nahrhaft und ähnlich lecker wie frisch. Um euch das Einkaufen zu sparen, könnt ihr auch im Internet bestellen. Da gibt es nicht nur frische Gemüsekisten, auch viele Supermarktketten liefern mittlerweile bis an die Haustür. Die entsprechenden Bestellinfos gehören ebenso an die Pinnwand im Flur, wie die Bestellzettel eures Lieblingslieferservice. Nur für alle Fälle.

Tipp: Bitte alle deine Freunde und Verwandte zum Babybesuch statt Strampler und Teddy lieber etwas Selbstgekochtes mitzubringen!

 

3. Melde dich einfach mal ab!

Im Wochenbett sollst und darfst du dir Zeit für euch nehmen! Natürlich wollen alle am liebsten gleich zu Besuch kommen – aber es ist völlig okay, wenn du das nicht willst. Am besten, du kommunizierst deine Wünsche schon vorher nett, aber bestimmt. Dann werden auch Oma und Opa sicher Verständnis haben, wenn es in der ersten Woche erst mal nur ein Foto des Enkelchens gibt. Wenn ihr Besuch plant, überlegt euch, wie das aussehen soll. Am liebsten die ganze Familie auf einmal für ein Stündchen und die Gäste bringen Kuchen mit? Das kann entspannter sein, als ein Dutzend Einzelbesuche. Ebenso okay ist es, das Telefon die ersten Tage auszustellen (und den Anrufbeantworter mit einem netten Spruch zu besprechen).

 

4. Check deinen Badezimmerschrank-Bestand.

An ausreichend luftdurchlässige (!) Binden für den Wochenfluss hast du gedacht? Prima! Und was ist mit deinem Lieblingsshampoo, deiner Gesichtscreme oder Bodylotion? Nichts ist schlimmer, als nach Stillen, Wickeln, Tragen und nochmal Stillen endlich fünf Minuten unter der heißen Dusche zu stehen und dann feststellen zu müssen, dass das persönliche Wohlfühlprogramm fehlt.

 

5. Organisiere dir Hilfe.

Gerade wenn du schon Kinder hast oder dein Partner nicht direkt Urlaub oder Elternzeit nehmen kann, ist es wichtig, dass nicht nur der Notfallplan für den Tag der Geburt steht. Auch in den Tagen und Wochen danach, wenn du dich auf dein Baby konzentrieren musst, brauchst du Hilfe. Die Oma, die das Geschwisterkind von der Kita abholt, die gute Freundin, die für dich einkauft – und die Haushaltshilfe, die mal durchwischt. Auch wenn du dir solchen Luxus sonst nicht gönnst: Im Wochenbett solltest du dir nicht über Staubmäuse oder dreckige Badezimmer Gedanken machen müssen. Eine spontane Putzhilfe findest du mittlerweile ganz unkompliziert über Portale im Internet.

 

6. Sorge für sanfte Nachtbeleuchtung.

Euer Baby will auch nachts gestillt und gewickelt werden. Damit alle Beteiligen dabei nicht zu sehr aus der Nachtruhe gerissen werden, du aber trotzdem den Überblick beim Anlegen und Windelwechseln hast, ist ein Nachtlicht perfekt. Über dem Wickeltisch reicht das Licht der Wärmelampe. So lernt auch dein Baby den Unterschied zwischen Tag und Nacht schneller kennen.

 

7. Komplettiere dein Stillzubehör.

Falls du es nicht ohnehin schon getan hast. Vor allem mindestens zwei gute Still-BHs (die du übrigens auch schon in der Schwangerschaft prima tragen kannst), weiche Stilleinlagen und ein Stillkissen sollten unbedingt parat liegen, um dir den Stillstart so angenehm wie möglich zu machen.

 

8. Halte Nervennahrung fürs Stillen bereit.

Nein, damit meinen wir keine Riesentafel Schokolade! (Okay, zumindest nicht nur.) Wichtig ist, dass du immer ein Wasserglas parat hast und vielleicht auch einen gesunden Energiekick, wie ein Smoothie, Nüsse oder ein Joghurt mit Honig.

 

9. Pinnt wichtige Telefonnummern z.B. von Hebamme und Kinderarzt ans Memobord.

Ja, auch den Kinderarzt solltet ihr am besten vorher schon ausgesucht haben, denn spätestens zur U3-Untersuchung, 10 Tage nach der Geburt, werdet ihr ihn brauchen! Und deine Hebamme speicherst du am besten gleich in deine Favoriten-Liste. In den ersten Wochen darfst du sie guten Gewissens jederzeit mit allen Fragen anrufen.

 

10. Baut den Kindersitz ins Auto ein.

Denn das ist das letzte, was der frischgebackene Papa zu tun haben sollte, ehe er Mama und Baby aus der Klinik abholt. Denn auch wenn, dank Iso-fix, die meisten Sitze heute relativ schnell eingebaut sind, beim ersten Mal kann es durchaus eine Fummelei sei.

 

 

Übrigens: Hast du deine Kliniktasche schon gepackt? Wenn nicht, wird es höchste Zeit! Unsere Checkliste zum Ausdrucken hilft dir beim Packen.

 

 

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