10 Gründe, warum wir Hebammen lieben

10 Gründe, warum wir unsere Hebammen lieben!

Sie sind Geburtshelfer, Schwangerschaftsberaterinnen, Psychologinnen, Krisenhelfer … und einfach GROSSARTIG! 10 Gründe, warum wir unsere Hebammen lieben.

 

 

1. Sie sind die ewigen Heldinnen der Geburtshilfe.

Der Beruf der Hebamme ist einer der ältesten der Welt. Das aktuelle Drama: Er ist durch niedrige Löhne und steigende Versicherungsprämien akut bedroht. Und das, obwohl Hebammen für uns Mütter echte „Wonder Women“ mit beinahe übermenschlichen Fähigkeiten sind. Die TV-Moderatorin Sonya Kraus, Mutter von zwei Söhnen, drückte es in einer Liebeserklärung an ihre treue Begleiterin so aus: „Schon während der Schwangerschaft kann frau diese erfahrenen Geburtshelferinnen kennenlernen, ihnen Löcher in den Bauch fragen, Ängste gestehen und mit ihnen alle Möglichkeiten der Entbindung durchsprechen. Geduldig und einfühlsam wird dann das Bäuchlein abgetastet, vermessen und gehorcht, welche Töne das Alien im Bauch so von sich gibt.“ Und: „Im Krankenhaus sind es vor allem die Hebammen, die die Arbeit tun. Sie sind an unserer Seite, wenn wir winselnd das Kamasutra durchtanzen, während der Herr Doktor nur zur Aufsicht dazukommt, um den Unterbodenschaden zu flicken, oder wenn’s mal nicht so prima flutscht.“

 

2. Sie wissen mehr als Google.

Gäbe es „Wer wird Millionär?“ zum Thema Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, die Kandidatinnen würden regelmäßig die Höchstsumme abräumen. Hebammen können nämlich nicht nur genauestens erklären, was während der Schwangerschaft mit dem Körper der Mutter passiert, welche Entwicklungsphasen das Ungeborene durchläuft, wie die Geburt abläuft und was uns danach erwartet, im Wochenbett, beim Stillen, in der Elternzeit – sie haben auch auf alle anderen Fragen eine Antwort. Selbst auf die kuriosesten: Wie schmeckt Fruchtwasser? (Immer anders, je nachdem was die Schwangere isst) Kann mein Mann ebenfalls schwanger sein? (Er kann: Man nennt das Couvade Syndrom.) Sollte ich meine Plazenta einfrieren? (Ansichtssache…)

 

3. Sie sind das beste Frühwarnsystem.

Die gute Ausbildung, die jahrelange Erfahrung, der siebte Sinn – sie sorgen dafür, dass Hebammen Schwangerschaftsschwierigkeiten schon im Vorfeld erkennen. Hände, Augen, Ohren fungieren dabei als „technische Geräte“ und liefern verlässliche Untersuchungsergebnisse. Zudem sind Hebammen in der Lage einzuschätzen, ob sich ein Problem gefahrlos beheben lässt oder ob es medizinischer Abklärung bedarf und ein Arzt hinzugezogen werden muss. Ein Beispiel: Helfen bei niedrigem Blutdruck Bewegung und Wechselduschen, um den Kreislauf wieder auf Trab zu bringen? Oder liegt eine echte Hypotonie vor, die im schlimmsten Fall eine Mangelversorgung des Kindes mit Sauerstoff sowie ein erhöhtes Fehlgeburts- und Frühgeburtsrisiko zur Folge haben kann? Der Notfall-Vermeidungs-Oscar geht an… Genau!

 

4. Sie könnten ohne weiteres Psychologin werden.

Sobald wir schwanger sind, drehen sich unsere Gedanken pausenlos um das Eine. Warum sind meine Brüste so riesig? Ist das Kleine gesund? Darf ich noch Sex haben? Was steht mir bei der Geburt bevor? Werde ich eine gute Mutter sein? In diesen intensiven 40 Wochen, in denen Mamis Gefühle Achterbahn fahren, ist unsere Hebamme die Vertrauensperson. Oder besser gesagt: Beraterin, Problemlöserin, Krisenmanagerin, Motivatorin… Ihr werden die brennenden Fragen, die nagenden Zweifel, die kleinen und großen Sorgen mitgeteilt. Und sie ist es, die uns unsere Ängste nimmt, die uns zeigt, wie wir die Schwangerschaft bewusst und positiv erleben können, die uns verrät, wie wir eine tiefe Verbindung zu unserem ungeborenen Kind aufbauen und uns körperlich wie mental auf alles vorbereitet, was kommt.

 

5. Sie zeigen uns neue Welten.

Wer, bitteschön, besitzt eine gestrickte Gebärmutter als Anschauungsmaterial? Wer empfiehlt Bodypainting in der Schwangerschaft für ein einzigartiges Körpererlebnis? Wer ermutigt uns dazu, uns auf „die anderen Umstände“ zu berufen, wenn wir Unterstützung brauchen oder verwöhnt werden wollen? Wer weiß wirklich, was Eltern mit der Plazenta machen (essen, vergraben, wegwerfen)? Und wer erwähnt, dass wir rund 6.000 Mal unserem Kind die Windel wechseln werden, bis es „trocken“ ist? Tipp: Die Antwort auf alle Fragen beginnt mit dem Buchstaben „H“.

 

6. Sie lassen sich am Telefon geduldig die Ohren voll heulen.

Es ist ja nicht so, dass die eigene Mutter oder die beste Freundin nach 21 Uhr das Handy ausschalten, um bloß nicht von einer (emotional) angeschlagenen Schwangeren Schlaf und Nerven geraubt zu bekommen. Und auch der Liebste ist durchaus bereit zu trösten, sofern er den urweiblichen, nicht selten hormongetränkten und gerne nachts auftretenden Kümmernissen und Beschwerden etwas entgegenzusetzen hat. Aber ein heulendes Elend auf zwei Beinen zu beruhigen, zählt nicht zu jedermanns Lieblingsbeschäftigung. Und weil wir Mamis weder mit Das-wird-schon-wieder-Kommentaren noch abenteuerlichem Halbwissen konfrontiert werden wollen, wählen wir im Fall der Fälle die Nummer unserer Hebamme. Und sie wäre keine Hebamme, würde sie nicht ans Telefon gehen: Mit passenden Ratschlägen bei Blähungen (Kümmel- und Fencheltees wirken entkrampfend), Babystrampeln (Bauch sanft streicheln) und Babyblues (entspannen, positiv denken) und mit einer ENGELSgeduld.

 

7. Sie sind immer, wirklich IMMER erreichbar.

Hebammen sind im Einsatz, wenn Ärzte längst Feierabend haben. Auch an Ostern und Weihnachten. Bei Schneesturm im Winter und Sahara-Hitze im Sommer. Zu allen Tages- und Nachtzeiten. Vor, während und nach der Geburt. Wenn das Stillen nicht klappt oder ein Milchstau entstanden ist. Zur Not sogar mit Quark für den Wickel im Gepäck. Kurzum: Hebammen sind immer da, wenn wir sie brauchen.

 

8. Sie kommandieren auch gestandene Väter souverän herum.

Spätestens wenn es auf die Geburt zugeht, werden selbst die stärksten Männer nervös. Ihre größten Sorgen: medizinische Komplikationen, nichts tun zu können, während die Partnerin scheinbar unerträgliche Schmerzen hat, in Ohnmacht zu fallen, den Ablauf im Kreißsaal zu stören oder den Raum vorzeitig verlassen zu müssen. Aber auch darauf sind Hebammen vorbereitet. Sie sagen hilflosen Papas, was sie tun und lassen sollen – und zögern auch nicht, sie nach draußen zu schicken und ihnen eine (Zwangs)pause zu verpassen. Elf von zehn Papas reagieren darauf mit sofortigem Gehorsam, ohne Murren und Widerworte. Gegen die Kraft der Natur und geballte Hebammen-Power ist selbst der stärkste Kerl machtlos. Und auf eine Stimme, die ansonsten mühelos Babygeschrei übertönt, hört man(n) nun mal.

 

9. Sie sind sooooo hart im Nehmen.

Nur so viel: Panik, Tränen, Schmerzen, Schreie, Ausraster, Risse, Blutverlust – Hebammen müssen an unserer Seite einiges mitmachen und aushalten, wenn es ernst wird. #derganznormalewahnsinnimkreißsaal

 

10. Sie machen uns das schönste Geschenk der Welt.

Dabei zu helfen, ein Baby auf die Welt zu bringen, Leben zu schenken ist wahres Wunder-Werk. Und gleichzeitig das schönste, wertvollste und größte Geschenk, das man einer Mutter machen kann. Wie faszinierend schön und wichtig die Hebammenarbeit ist, hält die amerikanische Geburtsfotografin Leilani Rogers regelmäßig in Bildern fest. Zu bestaunen auf: www.photosbylei.com 

 

Wofür wolltest du deiner Hebamme schon immer mal Danke sagen? 
Schreib uns unter kontakt@medela.de oder auf Facebook