13 Fakten, die ihr noch nicht über Muttermilch wusstet.

Babys erstes Superfood – 13 Dinge, die du noch nicht über Muttermilch wusstest

Muttermilch ist das Beste für dein Baby, das weißt du als Mama instinktiv. Aber kennst du auch alle Argumente, die das tatsächlich belegen? 13 Dinge über Muttermilch, die du  vielleicht noch nicht wusstest.

 

 

1. Muttermilch ist lebendig!

Sie enthält tatsächlich lebende Zellen, die man unter einem Mikroskop munter umherwuseln sehen kann. Ein echtes Naturwunder! Das kann keine künstliche Säuglingsnahrung kopieren.

 

2. Muttermilch ist die beste Medizin.

Muttermilch passt sich immer wieder den Bedürfnissen und der Entwicklung deines Babys an. Über die Muttermilch bekommt dein Baby von Anfang an wichtige natürliche Abwehrstoffe. Wenn das Kleine krank ist, merkt das dein Körper beim Stillen durch den Speichel des Babys sofort – und passt die Zusammensetzung der Muttermilch entsprechend mit Antikörpern an, um deinem Baby beim Gesundwerden zu helfen!

 

3. Muttermilch kann chronische Krankheiten verhindern helfen.

Stillbabys haben ein geringeres Risiko für Übergewicht, Diabetes, Ekzeme und
Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

 

4. Muttermilch enthält Stammzellen.

Ja, richtig gelesen! Muttermilch enthält unter anderem Stammzellen, die sich in andere Körperzellen, wie Knochen-, Fett-, Leber- und Gehirnzellen, verwandeln können –  und so praktisch die Rolle eines internen Reparatursystems übernehmen können. Ziemlich beeindruckend, oder? Forscher untersuchen übrigens aktuell, wie sich die Stammzellen in der Muttermilch in der Krebstherapie nutzen lassen können. Ein spannender Ansatz!

 

5. Muttermilch ist Babys erstes Menü.

Alles, was du während der Schwangerschaft oder Stillzeit isst, beeinflusst den Geschmack des Fruchtwassers und eben deiner Muttermilch. So lernt dein Baby die Vielfalt der Geschmackspalette kennen und entdeckt möglichweise schon spätere Ernährungsvorlieben für sich. Es lohnt sich also, neben der Glücksschokolade auch ordentlich Salat und Brokkoli zu essen!

 

6. Muttermilch liefert Energie für die Gehirnentwicklung

Wusstest du, dass das Gehirn das fettreichste Organ im Körper ist? In den ersten sechs Lebensmonaten verdoppelt es sich fast und nach zwei Jahren hat es bereits 80 Prozent seiner vollen Größe erreicht. Muttermilch unterstützt diese wichtige Entwicklung mit optimal abgestimmten Bestandteilen und wertvollen Fetten.

 

7. Muttermilch ist Babys erste Uhr.

Die Zusammensetzung der Muttermilch verändert sich im Laufe eines Tages. Forscher haben in einer Studie festgestellt, dass spezielle Biomoleküle in der Milch in unterschiedlichen Konzentrationen auftreten. So können sich schon Neugeborene orientieren lernen.
Morgens macht zum Beispiel mehr Cortisol in der Muttermilch müde Babys munter, abends und nachts helfen andere Stoffe, wie etwa ein erhöhter Melatoninspiegel den Kleinen beim zur Ruhe kommen. Wenn das nicht das beste Argument fürs kuschelige Einschlaf-Stillen ist!

 

8. Muttermilch kann heilen helfen.

Gereizte Brustwarzen freuen sich, wenn du nach dem Stillen einfach ein paar Tropfen Muttermilch sanft auf ihnen verstreichst. Natürliche Pflege – und völlig kostenlos! 

 

9. Muttermilch bildet sich schon in der Schwangerschaft.

Alle Anlagen zum Stillen haben Mädchen schon bei der Geburt und in der Pubertät verzweigt und verlängert sich das Drüsensystem in der Brust weiter. Aber erst am Ende der ersten Schwangerschaft ist die Brust vollständig entwickelt und fürs Stillen bereit! Die Milchgänge verzweigen sich, das Brustdrüsengewebe wächst (und damit die Brust!) es bilden sich unzählige Milchbläschen (sogenannte Alveolen). Jetzt entsteht auch schon das Kolostrum, die erste Milch, die dein Baby direkt nach der Geburt bekommt. Bei manchen Frauen kann dann sogar schon in der Schwangerschaft etwas Muttermilch austreten, aber das ist kein Grund zur Sorge. Hauptsache, dein Baby kann gleich nach der Geburt wertvolle Muttermilch trinken!

 

10. Muttermilch ist maßgeschneidert.

Ob Menschenbaby, Affenbaby oder Walbaby: Alle Säugetiere bekommen Muttermilch – aber in ganz unterschiedlicher Zusammensetzung, ja nach ihren Bedürfnissen. Jungtiere, die schnell wachsen und mit der Herde weiterziehen müssen, brauchen zum Beispiel viel Eiweiß für den Muskelaufbau. Wale dagegen brauchen im Wasser ihr Körperfett – und bekommen entsprechend viel davon über die Muttermilch. Bei uns Menschen dagegen ist der Anteil an Kohlenhydraten (Zucker!) wesentlich höher. Auf diese Art reflektiert die Muttermilch die jeweiligen Entwicklungsprioritäten des Säuglings.

 

11. Muttermilch passt sich ständig den Bedürfnissen deines Babys an.

Und zwar ganz automatisch! Zuerst kommt das dickflüssigere, gelbliche Kolostrum, auch Vormilch genannt, für die ersten Tage nach der Geburt. Dann, nach einigen Tagen die sogenannte Übergangsmilch, die sich wiederum dann langsam in die reife Muttermilch verwandelt.

 

12. Muttermilch unterscheidet sich je nach Geschlecht des gestillten Babys.

Warum, wissen Forscher noch nicht genau, aber bei Jungen ist die Muttermilch erwiesenermaßen reicher an Fett und Proteinen und damit an Energie. Mädchen dafür bekommen insgesamt mehr Milch. Kurios, oder?

 

13. Muttermilch sieht unterschiedlich aus.

Wie weiß, gelblich oder sogar bläulich, wie dick- oder dünnflüssig Muttermilch aussieht, ist von Mama zu Mama verschieden und sagt nichts darüber aus, wie nahrhaft sie für das Kind ist. Lass dich also nicht verrückt machen, wenn deine Schwiegermutter das nächste Mal deine Milch zu „wässrig“ findet. Für dein Baby ist sie genau richtig!

 

Du hast Fragen zu Muttermilch oder brauchst Stilltipps? Dann schreib uns doch gerne jederzeit unter kontakt@medela.de oder auf Facebook!

 

Quellen:

http://www.faz.net/aktuell/wissen/leben-gene/neue-erkenntnisse-zum-stillen-geschlecht-des-babys-beeinflusst-muttermilch-12808412.html

https://www.dhz-online.de/index.php?id=668&no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=5241