Wir verraten euch 15 DInge, die ihr über werdende Väter wissen müsst.

15 Dinge, die man über werdende Väter wissen muss

1. Jubel oder Panik?

Wie er reagieren wird, wenn du ihm mitteilst, dass du schwanger bist, ist so schwer vorherzusagen wie die Entwicklung der Weltwirtschaft. Selbst ein kurzer Schockzustand ist nicht auszuschließen. Ein einminütiger Film mit dem Titel „First Fatherhood Moments“ (auf Youtube zu sehen) allerdings zeigt, dass die Freude rieieieiesig sein kann: Männer, die ES erfahren haben, im Glückstaumel, ungefiltert und unverfälscht. Vaterschaft ist mittlerweile etwas, woraus Männer Stärke und Erfüllung ziehen. Und frisch gebackene Papis bringen ihren Stolz außerdem gern online zum Ausdruck, auf Instagram zum Beispiel wird die Liebe zum Kind und der Alltag mit Kind unter Hashtags wie #daddydoinwork oder #prouddaddy in Bildern präsentiert.  

 

 

2. Er ist auch schwanger?

Ein bisschen. Es gibt Kerle, die eine Parallel-Schwangerschaft erleben – mit Morgenübelkeit, Stimmungsschwankungen, Heißhungerattacken. Das Phänomen hat einen Namen: Couvade Syndrom (vom französischen couver = ausbrüten). Eine der Ursache liegt offenbar im veränderten Hormonhaushalt und darin, dass sich der männliche Körper auf die Pflege des Nachwuchses einstellt. Seit dem 19. Jahrhundert jedenfalls beobachten Völkerkundler Rituale, mit denen sich Männer in traditionellen Kulturen auf den Tag X vorbereiten – indem sie sich zu simulierten Geburten in Gebärhütten zurückziehen oder sich verhätscheln lassen, als seien sie selbst schwanger. Falls dein Süßer also plötzlich ein Allein-Wochenende in einer Berghütte verbringen oder mehr Aufmerksamkeit haben möchte, weißt du Bescheid.

 

 

3. Huch, ein zweites Bäuchlein

Hm, ja, nicht nur bei dir wölbt sich was. Eine Onepoll-Umfrage unter 5000 britischen Männern ergab, dass Papis in spe im Schnitt 6,35 Kilo zunehmen. 25 Prozent der Befragten sagten, sie würden aus Solidarität mit der Partnerin mehr essen, damit diese sich mit ihren zunehmenden Runden nicht schlecht fühlt, 22 Prozent gaben an, mit der Partnerin öfter essen zu gehen, um die verbleibende Zeit bis zur Geburt zu zweit intensiv zu nutzen. Die Lösung des dicken Problems: ihn zum (ab)trainieren zu bewegen. Oder ihn zur Rückbildungsgymnastik für Väter (gibt’s!) anmelden.

 

 

4. Achtung, Baby an Board!

Männer und Autos, das ist Liebe auf vier Rädern. Und die reicht von Oldtimern bis zu High Tech-Flitzern. Er hegt und repariert seinen klapprigen Käfer/Golf GTI/Ford Mustang/RV/Bulli in jeder freien Minute und würde ihn gern bis an sein Lebensende fahren? Oder least er sich regelmäßig das neueste Modell seiner Lieblingsmarke? Oder träumt er von einem Porsche und den dazugehörigen PS? Oder einem Jeep für Offroad-Abenteuer? Keine Sorge, er wird umsteigen, wenn der Nachwuchs da ist! Studien und Umfragen zufolge geht es jungen Eltern beim Autokauf vor allem um Platz und Sicherheit und daher ist der klassische Kombi nach wie vor eine der beliebtesten Familienkutschen.

 

 

5. Schon wieder ein Abend mit den Kumpels

Sieh es so: Er trifft sich jetzt öfter mit seinen Jungs, weil er glaubt, dass er nach der Geburt keine Zeit mehr dafür hat. Also mangelnde Verantwortung und Realitätsferne kann man ihm in dem Fall wirklich nicht vorwerfen!

 

 

6. Der Geburtsvorbereitungskurs ruft

Es kann gut sein, dass er diesen Termin am liebsten ausfallen lassen würde, weil er gehört hat, dass Mann in so einem Kurs lediglich lernt, dass Mann bei der Geburt letztlich nicht viel machen kann. Wenn er aber erst mal teilnimmt, wird er merken, dass er wertvolle Informationen bekommt und eben doch Hilfestellung leisten kann, wenn es soweit ist, beispielsweise durch Massageeinheiten oder um Dich zu Stützen. Das geht mitten in sein Helden-Herz – und wird dafür sorgen, dass er keine Ausreden mehr parat hat.

 

 

7. Der Softie in ihm

Das Sanfte kommt durch, weil sich mit der künftigen Vaterrolle auch der Hormongehalt verändert, das aggressionsfördernde Testosteron nimmt messbar ab. Sie erleben quasi ein hormonelles Anti-Aggressionsprogramm. Mag sein, dass er dadurch gelegentlich zum Sensibelchen mutiert, aber dafür legt er garantiert keine Macho-Allüren an den Tag. Angenehme Nebenwirkung, oder?

 

 

8. Der will doch nur spielen

So wie du für euer Baby schon mal Strampler und Lätzchen einkaufst, versorgt er es im Vorfeld womöglich mit Spielsachen. Allerdings kann es sein, dass er einen Teil davon insgeheim für sich selbst besorgt. Die Spielzeugbranche nämlich hat längst den Dreh raus, wie sie erwachsene Männer zu (Zusatz)käufen animiert. Nur so viel: Lego zum Beispiel bietet mit „Lego men“ Bausets für Fortgeschrittene an, vom Volvo Radlager bis zum Sydney Opera House. Lass ihn spielen! Es dauert nur eben eine Weile, bis aus eurem Baby ein adäquater Spielkamerad wird und sich die Investitionen tatsächlich bezahlt machen. 

 

 

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9. Lass es uns beim Namen nennen

Die schlechte Nachricht: Wenn es um den Namen eures Kindes geht, kann es turbulent werden. Die Geschmäcker sind verschieden und es sind nicht gerade wenige Kriterien, die der Name erfüllen soll: Es soll nicht jede(r) so heißen, der Vorname soll zum Familiennamen passen, er soll einen schönen Klang haben… Die gute Nachricht: Ihr habt bis zu einem Monat nach dem Geburtstag Zeit, euch zu einigen. Und es ist nicht verkehrt, seine männlich-rationalen Überlegungen miteinfließen zu lassen, denn jede fünfte Mutter bereut laut einer Umfrage der Website „mumsnet“ den Namen, den sie ihrem Kind gegeben hat.

 

 

10. Das erste Mal

Wann fühlt er sich zum ersten Mal wirklich wie ein Vater? Dieser Frage ging babycenter.de nach. Die drei häufigsten Antworten lauten: „Als ich unser Baby das erste Mal im Arm halten konnte“ (47 Prozent), „So richtig kann ich es immer noch nicht glauben“ (19 Prozent), „Als ich mein Kind im Ultraschall gesehen habe“ (16 Prozent).

 

 

11. Daddy cool? Geht!

Es kann schon mal vorkommen, dass ihm das Vaterwerden zu schaffen macht. Dass er denkt, Baby und Brei sind nichts für echte Kerle. Oder dass er sich überfordert fühlt. Männer haben solche Gedanken und andere Männer kennen sie. Und so schreibt Constantin Gillies in seinem Buch „Wickelpedia: Alles was man(n) übers Vater werden wissen muss“ eingangs: „Vor allem aber will dir Wickelpedia deine größte Angst nehmen: die Angst davor, uncool zu werden. Du hast recht – die meisten Kollegen schaffen es nicht. Aber man muss als Vater nicht automatisch eine Lusche sein! Es ist möglich, hinterm Kinderwagen, auf dem Spielplatz und selbst in der Krabbelgruppe noch eine gute Figur zu machen. Alles nur eine Frage der richtigen (Nach-)Lässigkeit. Im Zweifel fragst du dich einfach: Was würde James Bond tun?“ Deswegen: Lass ihn dein Held sein! Schon bevor er Vater wird! (Siehe Punkt 6)

 

 

12. Lust schon, aber…

Nein, Sex in der frühen Schwangerschaft erhöht nicht das Risiko einer Fehlgeburt. Nein, sein Penis kann das Baby nicht verletzen oder in Bedrängnis bringen. Nein, die werdende Mutter ist nicht körperlich zu beeinträchtigt, um Spaß im Bett zu haben… Das musst du ihm – praktisch – beweisen. Sofern aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht.

 

 

13. Dabei sein ist alles

Der Kreißsaal ist das neue Revier der Männer, immer mehr wollen mit. Laut der ElitePartner-Männerstudie möchten 67 Prozent der Unter-Dreißigjährigen bei der Geburt dabei sein, bei den werdenden Vätern zwischen 30 und 44 Jahren sind es sogar 86 Prozent. Aber: Nichts tun zu können, während die Partnerin Schmerzen hat, den Ablauf zu stören, den Raum vorzeitig verlassen zu müssen, in Ohnmacht zu fallen oder medizinische Komplikationen – davor hat er Bammel. Sei also nachsichtig mit ihm, wenn’s ernst wird. Und freu dich auf den magischen Moment, denn ein Großteil der Väter erlebt die Geburt als „faszinierend“, „beeindruckend“ und „einmaliges Erlebnis“. 

 

 

14. Und jetzt noch ein Birthie…

Auch im Kreißsaal macht’s neuerdings klick. Und zwar dann, wenn der Vater mit seinem Smartphone den spektakulären Moment festhält, in dem sein Kind das Licht der Welt erblickt – er strahlend im Vordergrund, dahinter die Mutter mit schmerzverzerrtem Gesicht beim Pressen. Voilà, der Birthie! Der Amerikaner Gil Solano machte einen solchen Geburts-Selfie, stellte ihn ins Netz und spaltete die User-Gemeinde: Die einen fanden’s großartig, die anderen gruselig. Seine Frau wollte das Bild – falls du keines willst, solltest du deinem Liebsten eventuell frühzeitig das Handy abnehmen.

 

 

15. „Schatz, bist du da?“

Und wie er da ist! Die Trendstudie „Moderne Väter“ bescheinigt den modernen Vätern vollste Einsatzbereitschaft: 88 Prozent legen großen Wert darauf, von Anfang an die Entwicklung ihres Kindes aktiv zu begleiten, 87 Prozent übernehmen auch Aufgaben wie Windeln wechseln, den Nachwuchs füttern oder ins Bett bringen, 76 Prozent sagen, dass Väter heute viel involvierter sind und mehr Gefühle zum Kind zeigen. Traummänner! Ja, und auch Traumväter!