15 Dinge, die Mütter tun, wenn sie alleine sind

1. Aufräumen und putzen

„Das bisschen Haushalt macht sich von allein, sagt mein Mann“, sang einst Johanna von Koczian. Das war 1977 und schon damals nicht wahr. Und die Arbeitsteilung ist seither auch nicht wirklich gelungen. Frauen verbringen laut einer OECD-Studie durchschnittlich 164 Minuten am Tag mit Putzen, Kochen oder Bügeln, Männer gerade mal 90 Minuten. Und wenn die Frauen und Mütter dazu noch berufstätig sind, muss man kein Hellseher sein, um sich vorstellen zu können, dass dann erst recht manches liegen bleibt: das Spielzeug auf dem Boden im Kinderzimmer, das benutzte Geschirr in der Spüle, die Bügelwäsche im Korb… Nicht verwunderlich also, dass Mütter augenblicklich durch die Wohnung wirbeln, sobald sich der Rest der Familie aus dem Staub macht – um danach ohne Chaos-Gedanken und Verletzungsgefahr durch herumliegende Gegenstände tun und lassen zu können, was sie wollen.

 

 

2. Duschen

Die Statistik belegt, dass Mütter, vor allem solche mit Job, vieles schneller tun oder sogar seltener, um Zeit zu sparen – das betrifft auch das Duschen. Deswegen lautet die Devise, wenn keiner stört: Wasser marsch! Beine rasieren ist drin. Ja, auch weitere Schönheitsmaßnahmen können in Angriff genommen werden. Und ganz genau, wenn nicht jetzt ein Wellness-Programm im eigenen Bad starten, wann dann?!

 

 

3. Schlemmen

Weil Mütter größten Wert darauf legen, den Nachwuchs gesund zu ernähren, wird nur verabreicht, was ihm gut tut. Was macht also jemand, der erstmal auf Fläschchen und Brei spezialisiert ist und später auf Püriertes, wenn die Familienbande außer Haus ist? Richtig: schlemmen. Scharfes, Salziges, Süßes, Curry vom Lieferservice, Fertigpizza, Kalorienbomben – her damit! Und das Allerschönste: Mamis können an solchen Tagen ihr Essen in vollen Zügen genießen, ohne nebenbei kindgerechte Nahrung zubereiten, ohne zwischendurch füttern und ohne vom Mann hören zu müssen, dass auch er langsam Hunger hat.

 

 

4. Ein Gläschen genießen

Apropos genießen. Für viele gehört ein Gläschen Wein zu einem Schlemmermenü wie der Milchschaum zu einem Latte macchiato. Das ist bei Mamas nicht anders, wird meist aber nur bei besonderen Anlässen so gehalten – zum Beispiel dann, wenn sie alleine zuhause sind. Doch Vorsicht: 0,2 Liter Wein (11 Vol.-%) sorgen bei einer Frau mit 65 Kilo für eine Blutalkohol-Konzentration von rund 0,45 Promille. Um die wieder abzubauen, braucht der weibliche Körper etwa drei bis vier Stunden. Sollten Mann und Kind(er) weniger lang weg sein, lieber das 0,1-Liter-Glas aus dem Schrank holen oder das andere nur halb voll machen.

 

 

5. Filmchen gucken

Abschalten? Erstmal einschalten! Wie lange ist es im Schnitt her, dass eine Mutter (tagsüber) den Fernseher angemacht oder online Filme geguckt hat – und dabei nicht gestört wurde, von Geräuschen im Nebenzimmer oder Aufmerksamkeitssuchern auf zwei (oder vier) Beinen? Laaaaaaaange! Aber auch Mütter sind weibliche Wesen, die mindestens eine Lieblingsserie haben – und die ziehen sie sich in ruhigen Stunden rein, oft gleich mehrere Folgen hintereinander, auf Vorrat sozusagen, denn die nächste Heimkino-Gelegenheit lässt womöglich auf sich warten. Tipp: Wer sehen möchte, was passiert, wenn Frauen, die alles unter einen Hut kriegen und eine gute Mutter sein möchten, plötzlich vom Freiheitsdrang gepackt werden, dem empfehlen wir die Komödie „Bad Moms“ mit Mila Kunis, Christina Applegate und Kristen Bell.

 

 

6. Schmunzeln

Obwohl das Faulenzen verdient ist, schweifen Mamas Gedanken unweigerlich zu Papa und dem Nachwuchs, der nun einen ganzen Nachmittag mit ihm allein verbringen darf: „Gab es gleich schon beim Einsteigen ins Auto Geschrei? Gelangt der Proviant in den Magen des Kindes oder wird er großzügig vom Kind in der Umgebung verteilt? Der andere Buggy wäre besser gewesen! Wie oft wohl der Kuschelhase auf den Boden fällt? Der/die Kleine will bestimmt nach zehn Minuten getragen werden! Versteht der Mann nun, dass Muttersein manchmal aaaaanstrengend ist? Tja, Papa hat’s auch nicht immer leicht.

 

 

7. Schlafen

Mütter sind nicht gerade die Vielschläfer der Nation. Wie auch, wenn der Nachwuchs sie nachts einmal, zweimal, dreimal… wach macht? Der Wecker in aller Frühe klingelt? Und sich nicht mal am Wochenende das Schlafdefizit ausgleichen lässt? Da braucht oft nur, nachdem die Rasselbande ausgeschwärmt ist, die Tür ins Schloss fallen – und tschüssssssssssssssss…

 

 

8. Mit der besten Freundin smarttalken

Gespräche, die sich nicht um Fläschchen, Windeln oder Schlafrhythmus, Babyschwimmen oder PEKiP-Gruppen, Wundsein oder Zähnekriegen, Aufräumen oder Abwaschen, Betreuung oder Kita-Angelegenheiten, Müdigkeitserscheinungen oder Stressanzeichen drehen – können jetzt stattfinden. Und selbst wenn Müttern eines dieser Themen am Herzen oder im Magen liegt, die beste Freundin hat garantiert ein Ohr dafür.

 

 

9. Kein gutes Vorbild sein

Langsam, langsam! Laut einer Forsa-Studie möchten 70 Prozent aller Eltern ihren Kindern ein gutes Vorbild sein. Wenn die Kinder allerdings nicht zugucken können, kommt nicht selten die Rebellin in Mama durch. Teller wegräumen? Später. Eiscreme als Snack? Minimum eine halbe Packung. Fluchen? Verdammt, ja. Musik? Die Wände sollen wackeln. Schlabber-Look? Bis zur letzten Minute.

 

 

10. Emotional werden

Immer dreht sich alles um den Nachwuchs. Immer da sein, immer aufmerksam sein, immer ausgeglichen sein, immer einsatzbereit sein, immer stark sein müssen. Immer dieser Schlafmangel. Immer dieses Multitasking. Immer dieses Pflichtbewusstsein. Puh. Das Suhlen in Selbstmitleid dauert in der Regel jedoch nicht lange, denn wenn man als Mutter Bilanz zieht, steht unterm Strich: Ohne all das wäre es nicht mal halb so schön!

 

 

15-dinge-die-muetter-tun-wenn-sie-alleine-sind_klein11. Online gehen

Junge Mütter sind einer Untersuchung von Yahoo zufolge „Smartphone-Power-Nutzer“. Diejenigen, die 70 Prozent ihrer digitalen Zeit auf Mobilgeräten verbringen, weil sie oft mehrere Dinge gleichzeitig organisieren müssen und die Flexibilität nutzen wollen, auch von unterwegs auf Online-Dienste zurückgreifen zu können. Klar eigentlich, dass im Fall einer sturmfreien Bude das Handy oder das Laptop in Sekundenschnelle gezückt wird – klicken, surfen, chatten, Bilder hochladen, sich nach Lust und Laune auf Facebook tummeln. Das lässt sich keine Mutter entgehen! 

 

 

12. Sich ein Singleleben ausmalen

Wilde Parties. Tindern. Urlaub auf einer exotischen Insel einlegen und sich wie ein Beach-Girl fühlen. Regelmäßige Mädelsabende. Shoppen, shoppen, shoppen und zwar weder strapazierfähige Kleidung noch flache Schuhe. Und irgendwann landen die Gedanken dann beim Ex, der alles andere als familientauglich war: „Gott sei Dank! Sonst hätte ich ja niemals den Vater meines Kindes / meiner Kinder kennengelernt! Und der macht seine Sache ja wirklich gut. Und mit ihm bin ich auch richtig glücklich. Hach, eigentlich möchte ich nie wieder solo sein!“

 

 

13. Lesen

Früher oder später kommt der Moment, wo sich Mamas allein zuhause fragen, was sie noch tun könnten, zumal sie doch schon soooo viel Zeit für sich hatten. Gut, dass ihnen in der Sekunde meist das Buch einfällt, das seit Wochen, manchmal Monaten, unberührt im Regal steht. Tee aufgießen, aufs Sofa legen und in eine Welt eintauchen, die nichts mit der eigenen zu tun hat. Und bloß nicht – wie sonst – nach drei Seiten einschlafen!

 

 

14. Die Liebsten anrufen

Ich wollte nur mal hören, wie es euch geht und was ihr macht. Nein, mir ist nicht langweilig, alles bestens, jetzt habe ich endlich mal Zeit, ein paar Sachen zu erledigen. Oh, ihr kommt erst am Abend wieder. Und ihr esst unterwegs, aha. Ich soll also nichts kochen? Hm, gut. Na dann, noch viel Spaß…“     

 

 

15. Die Liebsten vermissen

Nur so viel: „Würde es diese Sehnsucht nicht geben, wüsste man vielleicht nicht, wie stark man lieben kann…“

 

 

Was macht ihr so, wenn ihr mal allein daheim seid? Schreibt uns doch unter kontakt@medela.de – wir freuen uns auf eure Tipps.