Es gibt Dinge, die nur Muetter locker schaffen

15 Dinge, die (nur) Mütter locker schaffen

1. Aus dem Tiefschlaf hochschnellen

…sobald sich im Kinderzimmer etwas regt. Nichts lässt Mütter laut einer britischen Studie schneller wach werden als Weinen. Den Grund dafür sieht der Psychologe David Lewis darin, dass Mütter besonders sensibel auf Geräusche reagieren, die sie mit einer potentiellen Gefahr für den Nachwuchs assoziieren. Und als hätten sie ein Abhörgerät der NSA zuhause, entgeht Mamis mit älteren Kindern auch nicht, wenn irgendwo in der Wohnung ein Filzstift an der Tapete quietscht oder an einer Steckdose hantiert wird. Selbst (verdächtige) Stille überhören sie nicht.

 

2. Managerin sein

Mütter führen täglich aufs Neue ihr kleines Familienunternehmen. Und deshalb spricht man ihnen Manager-Qualitäten zu. Von erstklassigen Multitasking- (Brei kochen, Kind im Auge behalten, nebenbei telefonieren) und Networking-Fähigkeiten (Momspower) ist da die Rede, von Trial-and-Error-Erfahrung (Erziehung ist nichts anderes als Versuch und Irrtum), von Organisationstalent (der Familienkalender!), von Wissbegierde (eine besorgte Mutter recherchiert besser als das FBI), von innovativem Denken und Handeln (niemand ist schneller gelangweilt als der Nachwuchs).

 

3. Gute Antworten auf heikle Fragen finden

„Warum ist die Frau so dick“? Wenn ein Kind (lautstark) eine solche Frage stellt, würden andere am liebsten im Boden versinken – Mamis dagegen stehen Rede und Antwort. Pädagogisch wertvoll ist ein Satz wie „Nicht alle Menschen sind gleich, es gibt dickere und dünnere genauso wie es jüngere und ältere gibt“. Und falls die Frau schwanger ist, bietet sich an: „Die Frau bekommt ein Baby, lass uns mal fragen, wie lange es noch in ihrem Bauch sein wird.“

 

4. Die Vorbilder-Liste anführen

Es ist nicht der Papst oder Nelson Mandela, kein(e) Politiker(in) und kein(e) Sportler(in) und auch kein Rock- oder Hollywood-Star. Es ist die eigene Mutter! Laut einer Umfrage des Markforschungsinstituts GfK ist sie für 22,9 Prozent der Deutschen die wichtigste Leitfigur ihres Lebens – gefolgt vom Vater, den 17,7 Prozent der Befragten als persönliches Vorbild nannten.

 

5. Blaue Flecken wegküssen

Niemand kann so – zauberhaft – trösten wie Mama. Die Erklärung lautet: Mitgefühl ist verankert im Mutter-Kind-Bindungssystem und äußert sich in unkonditioneller Liebe und Fürsorge der Mutter ihrem Kind gegenüber.

 

6. Über 300 Minuten Aufmerksamkeit schenken

Und zwar am Tag. Um genau zu sein, verbringen Mütter einer Allensbach-Studie zufolge an Wochentagen durchschnittlich 307 Minuten mit ihren Kindern (Väter: 131 Minuten). Am Wochenende dehnt sich die gemeinsame Zeit auf 490 Minuten (Väter: 402 Minuten) täglich aus. 

 

7. Kinderkunst wie einen Picasso (be)handeln

Die Sache ist simpel: Das eigene Kind ist immer das tollste – und daher ist auch das, was es zustandebringt, stets großartig. Der selbstgebastelte Stiftehalter aus Klopapierrollen ist demnach Kunst und verdient nach Ansicht von Mami einen Ehrenplatz im Wohnzimmer oder auch im Büro – und überhaupt könnte man das Werk der Kleinen/des Kleinen bei einem Talentwettbewerb einreichen. In der Psychologie sieht man es so: Es ist die besonders enge Bindung der Mutter an ihr Kind, die zu Überschätzungen des Nachwuchses führen kann.

 

8. Auf den Bauch hören

Wer würde nicht gerne ab und an den Kopf ausschalten? Mamis tun es! Erziehungstrends hin, Ernährungstipps her – Mamis vertrauen ihrer inneren Stimme. Das kam bei einer Emnid-Umfrage heraus. Auf die Frage „Wo finden Sie für Ihre Aufgabe als Mutter Orientierungshilfen?“ antworteten 89 Prozent der Mütter mit Kinder unter 18 Jahren: „Ich mache vieles ganz intuitiv.“

 

9. Ins Hotel-Business wechseln

Nur soviel: Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wohnten 2015 noch 56 Prozent aller Töchter und 68 Prozent aller Söhne zwischen 18 und 24 Jahren bei den Eltern. Und nicht allein deswegen, weil es bequem ist, Geld und Wohnungen knapp sind. Heutzutage herrscht weitgehend Konsens zwischen den jungen Erwachsenen und ihren Erziehungsberechtigten und das Verhältnis ist freundschaftlich. Nesthocken statt Rebellion. #hotelmama

 

10. Gelassen bleiben

Das Zukunftsinstitut bescheinigt den Müttern von heute, dass sie vor allem eines sind: easy going. Sie laufen weder einem unerreichbaren Idealbild hinterher noch lassen sie sich vorschreiben, wie Mütter zu sein haben und was das Beste für den Nachwuchs ist. Besonders lässige Vertreterinnen sind die „Yo-Mamas“, die an die Erziehung mit „gesunder Coolness“ und „smartem Pragmatismus“ herangehen und ihren Kids auch Süßigkeiten und Playstation gönnen, ohne gleich ein schlechtes Gewissen zu haben.

 

11. 68800 Euro verdienen

Windeln wechseln, Zipperlein heilen, den Nachwuchs durch die Gegend kutschieren, Streit schlichten, Schlaflieder singen, mehrere Mahlzeiten am Tag zubereiten, putzen… Eine Mutter ist Betreuerin, Krankenschwester, Chauffeurin, Psychologin, Entertainerin, Köchin, Reinigungskraft… zugleich. Und dafür stünde ihr ein Jahresgehalt von rund 68800 Euro zu – wie Steven Nelms anhand von durchschnittlichen Stundenlöhnen ausgerechnet hat, dessen Frau Vollzeit-Mom ist und den gemeinsamen Sohn zuhause betreut. Auf seinem Blog weareglory.com ist zu lesen, dass der Texaner sich seine Frau eigentlich nicht leisten könne. Wir meinen: Die Liebe einer Mutter ist ohnehin unbezahlbar.   

 

12. Töchter zu starken Frauen machen

Eltern sind, wie gesagt, wahre Bewunderer ihrer Kinder (siehe Punkt 7). Das hat – wie eine Studie der Universität London belegt – eine angenehme Nebenwirkung: Das Vertrauen der Mütter bestimmt den weiteren Weg ihrer Töchter. Und das wissenschaftliche Experiment zeigte auch: Je mehr die Mütter von den Talenten und Qualitäten ihrer Töchter überzeugt waren, umso selbstbewusster waren die jungen Ladies, umso mehr verdienten sie und umso eher hatten sie ihr Leben im Griff. Interessant: Bei Söhnen gab es keinen Zusammenhang zwischen der mütterlichen Erwartung und dem späteren Erfolg.

 

13. In gefühlten 50 Tonlagen Nein sagen können

Nein, es ist noch nicht Aufstehzeit, schlummer doch auch noch ein bisschen (auf Verständnis hoffend). Nein, nicht mit Nutella-Fingern aufs Sofa (mahnend). Nein, Kajalstifte sind nicht zum Malen da (erklärend). Nein, bei Julia klingelst du besser morgen, sie muss heute lernen (Enttäuschungen vorbeugend). Nein, ein Känguruh würde sich bei uns in der Wohnung nicht wohlfühlen (amüsiert). Nein, im Würfelzucker sind die Kalorien nicht viereckig (verblüfft). Nein, ich kann nicht so gut Skateboardfahren wie du (stolz). Nein, erst wäschst du dir die Hände, dann gibt’s was zu essen (strikt). Nein, ich lese nicht drei Geschichten vor (kompromissbereit). Nein, es wäre schön, wenn du jetzt gleich ins Bett gehst (durchsetzungsschwach).

 

14. Über sich selbst lachen

Sonst gäbe es kein Bullshit-Bingo zum Laternenumzug („Wir hatten doch gesagt, keine echten Kerzen!“). Keines zum Muttertag („Das ist doch eine Erfindung der Blumenindustrie.“). Und auch keines zur zweiten Schwangerschaft („Ich weiß nur dank meiner App in welcher SSW ich bin.“) 

 

15. Für eine Superheldin gehalten werden

Teddy’s Wunde vernähen, sodass er wie neu aussieht. In einer Nachtschicht ein kreatives Faschingskostüm fertigen, das alle Kita-Sprößlinge und -Betreuer/innen zum Staunen bringt. Täglich das Lieblingsgericht der Stunde erraten und im Nu zubereiten. Verschollen geglaubtes Spielzeug aufspüren. Haarspangen in den dünnsten Strähnchen unterbringen. Dem Lehrer weismachen, dass die krakelige Unterschrift die eigene ist. Ja, Mamis haben Superkräfte – und einer Befragung von mafo.de zufolge glaubt ein Großteil der Drei- bis Zehnjährigen an die übernatürlichen Kräfte ihrer Mamis. Unter anderem daran, dass sie mit (Plüsch)tieren sprechen, Monster vertreiben und Gedanken lesen können.