Baby-Erstausstattung: Das kannst du dir sparen

Strampler, Windeln, Wiege: Gerade beim ersten Kind kommen ganz schön hohe Anschaffungskosten auf junge Eltern zu. Was sich wirklich lohnt – und was ihr euch sparen könnt.

Es gibt nichts Schöneres, als Mama zu werden und das eigene Baby in den Armen zu halten. Aber ganz klar: Wenn die Familie wächst, steigen auch die Kosten. Denn auch wenn euer kleiner Schatz am Anfang noch ganz klein ist, sein Bedarf ist groß. Aber  – und das ist die gute Nachricht: Seine Ansprüche sind es nicht! Wo du guten Gewissens sparen kannst, verraten wir dir hier.

 

1) Die Erstausstattung: Große Posten – großes Sparpotential

Nach Berechnungen des „Budgetkompass für die Familie“, der von der Sparkassen Finanzgruppe erstellt wurde, müsstest du bei der Erstausstattung mit mindestens 900 Euro rechnen. Ganz schön happig, aber die Liste hat es auch in sich:

  • Kleidung (z.B. Strampler, Bodys, Mützen, Shirts, Socken, Jacken bzw. Schneeanzug): ca. 200 Euro.
  • Schlafutensilien (z.B. einfaches Kinderbettchen, Matratze, Spannbettlaken, Schlafsack, Deckchen, Moltontücher als Kopfkissenersatz): ca. 140 Euro.
  • Wickeltisch und Ausstattung (z.B. Wickelkommode, Wickelunterlage, Wickeltasche): ca. 130 Euro.
  • Kinderwagen (sehr einfache Ausführung): ca. 200 Euro. Alternativ Tragetuch: ca. 50 Euro.
  • Sicherheitsschale fürs Auto (einfaches Modell): ca. 80 Euro.
  • Stillen/Abpumpen  (Stillkissen, Fläschchen, Ersatzsauger, Flaschenbürste, Mullwindeln als Spucktücher, Mikrowellen-Dampfsterilisator): ca. 86 Euro.

Zum Glück kannst bei mindestens der Hälfte der Dinge ordentlich sparen:  Ob beim Kleidermarkt, im Secondhand-Laden oder bei Ebay – gebrauchte Baby-Klamotten in Top-Zustand findest du zur Genüge. Bei diesem Posten lässt es sich am leichtesten sparen. Das genaue Einsparpotenzial lässt sich schwer schätzen, denn es hängt natürlich von der Anzahl der Teile und auch von der Bekleidungsmarke ab. Ein Paket mit sehr gut erhaltener Erstlingsausstattung bekommst du via Ebay aber beispielsweise schon ab etwa 20 Euro. Auch Kinderwagen, Wickelkommode, Wickeltasche, Stillkissen, Kinderbettchen samt Matratze und Schlafsack kannst du ruhig gebraucht kaufen. Beim Kinderwagen kannst du wahrscheinlich am meisten sparen. Die günstigsten Modelle kosten neu mindestens 200 Euro. Gebraucht gibt es via Ebay Top-Modelle namhafter Hersteller schon ab rund 50 Euro. Aber: Die Babyschale fürs Auto solltest du aber lieber nicht gebraucht kaufen, sondern immer neu anschaffen. Grund ist, dass Babyschalen leider nicht immer nur als Autokindersitz benutzt werden. Im alltäglichen Gebrauch können sie leicht irgendwo herunterfallen oder stark anstoßen. All diese Stöße und Schläge beeinträchtigen aber die Sicherheit im Auto. Und leider sieht man der Babyschale das in den seltensten Fällen an. Bei einem Unfall könnte sie dein Baby womöglich nicht mehr optimal schützen. Stammt die Babyschale aus vertrautem Familien- oder Freundeskreis, denk dran: Eine Babyschale sollte nach maximal zwei Kindern oder fünf bis sechs Jahre nach Erstbenutzung entsorgt werden.

 

2) Jacke wie Hose: Flohmärkte und Basare für Babykleidung lohnen sich

So schnell wie dein Baby im ersten Jahr wächst, kannst du manchmal gar nicht einkaufen. Wenn du alles neu anschaffst, musst du gut und gerne mit 400 Euro rechnen. Dabei kannst du leicht Geld sparen, indem du dir Sachen gebraucht besorgst: Kinderflohmärkte und- basare gibt es mehrmals im Jahr und Kleinanzeigenportale im Internet haben ohnehin rund um die Uhr geöffnet. Dann kostet dich das Ganze im ersten Jahr vielleicht etwa 60 Euro.

 

3) Das Kinderzimmer: Weniger ist mehr

Kein Baby braucht zur Geburt ein fertig eingerichtetes Kinderzimmer. Vermutlich schläft dein kleiner Schatz zunächst ohnehin bei euch im Schlafzimmer in Beistellbettchen oder in der Wiege schläft. Und zum Spielen reicht ihm die Krabbeldecke im Wohnzimmer mit einer kleinen Spielzeugkiste. Hauptsache nah bei dir. Apropos Spielzeug: Auch hier gibt es gebraucht viele schöne Sachen und gerade Hartplastikspielzeug lässt sich leicht abwaschen oder desinfizieren.

 

4) Sicherheit: Jeden Cent Wert

Spätestens wenn dein Baby mobil wird und anfängt zu robben, wird es höchste Zeit, euer Zuhause kindersicher zu machen: Treppenschutzgitter, Absperrgitter für Türrahmen, Sicherheitshaken für Putzmittel, Steckdoseneinsätze, Tür- und Fenstersicherungen, Kühlschrankriegel und Herdschutzgitter. Kostet alles zusammen ca. 200 Euro – und ist jeden Cent Wert! Hier kannst und solltest du nicht sparen. Für manche Familien optional sind allemal Kantenschutz für Tisch- und Schrankecken.

 

5) Unterwegs: Nicht jedes Accessoire braucht ein Markenzeichen

Seid Ihr unterwegs oder verreist, brauchst du z.B. Einkaufsnetz, Regenschutz, Sonnenschirm/-segel, Fußsack, Buggy und ein Reisebett. Das kostet bei Neuanschaffung in etwa 160 Euro. Bei Fußsack, Buggy und Reisebett lohnt sich ein Besuch im Secondhandladen oder auf Kleinanzeigenportalen im Internet. Muss alles nicht neu sein. Einkaufsnetz oder Regenschutz gibt es meist auch günstig in Drogeriemärkten – es muss schließlich nicht die passgenaue Markenware sein.

 

6) Pflege & Hygiene: Keine Kompromisse

Manche Sachen wie etwa Windeln und Feuchttücher fallen täglich an, egal, wie sparsam du bist. Auch wenn es weh tut: Für Windeln solltest du im ersten Lebensjahr etwa 400 Euro einrechnen. Für Pflegeprodukte wie Babyöl, Babycreme, Wundheilsalbe und Feuchttücher kannst du mit etwa 70 Euro rechnen. Sparen kannst du hier wenig: Statt Feuchttücher tut es zwar der feuchte Waschlappen zu Hause auch ( und ist sogar schonender für Babys Popo!), aber spätestens unterwegs brauchst du dann doch eine Packung Pflegetücher. Stoffwindeln sind zwar umweltschonender, aber mit viel Aufwand verbunden – und das viele Waschen geht im Zweifel auch ins Geld. Einen Windeleimer brauchst du unbedingt, außerdem Waschlappen, Kunststoffbadewanne oder Wannenaufsatz, Badethermometer, Badehandtuch, Kindernagelschere, Fieberthermometer. Kostet alles zusammen ca. 90 Euro. Sparen ist auchhier nur bedingt möglich – höchstens bei der Kunststoffbadewanne. Allerdings kostet diese neu auch nur um die 15 Euro.

 

8) Ernährung: Im Stillen sparen

Für Babynahrung kannst du im ersten Jahr mit etwa 300 Euro rechnen – vorausgesetzt, du hast dein Baby zunächst sechs Monate voll gestillt! Bei einer reinen Flaschenmilchernährung wird es nämlich deutlich teurer: Hier musst du mit ca. 640 Euro im ersten Lebensjahr rechnen. Bei der Beikost kannst du dafür recht einfach sparen, indem du selbst für dein Baby kochst statt Gläschen zu kaufen. Sonstige Anschaffungen sind ebenfalls überschaubar: Auch wenn du vorhast zu stillen, eine Flasche mit Saugern für alle Fälle schaffen sich die meisten werdenden Mamis an. Plus sechs Lätzchen, eine Warmhalteflasche sowie einen Kinderstuhl musst du etwa 50-70 Euro einrechnen.

 

Fazit:

Alles in allem kostet dich dein Baby grob überschlagen um die 2700 Euro im ersten Jahr – aber mit einigem einfachen Einsparpotential, gerade bei Grundausstattung und Kleidung. Ein Bummel über den Flohmarkt, durch den Secondhandladen oder bei Ebay & Co lohnt sich immer – und Stillen hat mehr als nur gesundheitliche Vorteile!

 

Wieviel hast du vor für deine Erstausstattung auszugeben? Was sind deine Spartipps? Schreib uns unter kundenservice@medela.de oder bei Facebook.