Mit dem Abstillen solltest du nach Möglichkeit nicht zu früh beginnen.

Abstillen: So entwöhnst du das Baby sanft von der Brust

Wann ist der richtige Zeitpunkt fürs Abstillen gekommen? Du merkst das zum Beispiel daran, dass das Essen der Familie interessant für deinen kleinen Zwerg wird: er greift nach einem Stück Kartoffel und steckt es sich in den Mund, kaut darauf herum und schluckt es. Nach und nach ersetzt du jede Still-Mahlzeit durch Beikost. Das darf nicht zu schnell gehen, denn das Baby muss sich an die neue Ernährung gewöhnen.

Mit dem Abstillen solltest du nach Möglichkeit nicht zu früh beginnen. Denk daran: Babys sollten die ersten sechs Monate nur Muttermilch bekommen. Im Anschluss kann in Ergänzung zum Stillen langsam Beikost eingeführt werden. Das ist wichtig für die Entwicklung des Babys.

 

Du bist vielleicht ein bisschen wehmütig, wenn du ans Abstillen denkst. Schließlich hast du durch das Stillen eine besonders innige Beziehung zu deinem Kind aufgebaut. Doch irgendwann ist die Zeit des Abschieds gekommen. Das Baby entdeckt, dass es noch mehr gibt als Muttermilch. Und du möchtest nicht mehr ganz so „angehängt“ sein und wieder mehr Freiheiten haben.

 

Das Baby ist reif für etwas Neues

Im Idealfall ist das der richtige Zeitpunkt für Abstillen. Beide – du als Mutter und dein Baby – entscheiden, dass sie bereit für etwas Neues ist. Beim Kind gibt es verschiedene Anzeichen dafür:

 

Es kann sich jetzt schon vollständig um seine eigene Achse drehen.

 

Das Baby kann alleine, oder mit leichter Unterstützung sitzen.

 

Es interessiert sich für das Essen der Familie, greift danach, steckt es in den Mund, kaut und schluckt.

 

Oft heißt es, dass der richtige Zeitpunkt für das Einführen von Brei gekommen ist, wenn das Baby anfängt, sich beim Stillen ablenken zu lassen. Es dreht zum Beispiel den Kopf, weil es Geräusche hört und spielt mit deiner Kleidung. Dies ist aber ein normaler Entwicklungsschritt und sagt nichts darüber aus, ob dein Kleines reif fürs Abstillen ist. Tipp: zieh dich in einen ruhigen Raum zurück und gib ihm dort die Brust.

 

So funktioniert das Abstillen

Mit dem Abstillen geht das so: Schritt für Schritt ersetzt du jede Still-Mahlzeit durch Beikost. Am besten beginnst du mit der Mittags- oder Nachmittagsmahlzeit. Natürlich kann so ein Winzling nicht sofort ein ganzes Gläschen Brei aufessen. Du fütterst einen oder zwei Löffel. Hab Geduld, wenn das Baby anfangs noch gar nicht weiß, was es damit soll. Es wundert sich sehr über diesen fremden Geschmack und muss das Schlucken von fester Nahrung erst einmal lernen. Anschließend stillst du zusätzlich.

 

Jeden Tag fütterst du ein bisschen mehr, bis es mittags nur noch Brei gibt. Wenn’s geht, lässt du dir vier Wochen Zeit und startest dann mit dem Ersatz der nächsten Still-Mahlzeit. Ganz aufhören solltest du mit dem Stillen noch nicht: bis zum Ende des ersten oder sogar zweiten Lebensjahres sollte mindestens noch einmal täglich Muttermilch auf dem Speiseplan stehen.

 

Abstillen braucht Zeit

Nicht mehr voll zu stillen, ist der erste Schritt zum Abstillen. Je weniger das Baby trinkt, desto weniger Milch produziert dein Körper. Abstillen erfordert Zeit und Geduld. Erfahrungsgemäß brauchst du dazu mehrere Wochen bis ein halbes Jahr.

 

Zurück zur Arbeit? Dafür musst du nicht abstillen

Mach dich nicht verrückt. Wenn du sechs Monate nach der Geburt wieder arbeiten gehen möchtest, musst du deswegen nicht pünktlich abgestillt haben, sondern kannst im Job abpumpen. Mit den komfortablen Milchpumpen von Medela bist du zeitlich nicht unter Druck und kannst die Brustentwöhnung flexibel handhaben.

 

Keinesfalls plötzlich aufhören

Es ist fürs Baby schwer zu verkraften, wenn du von heute auf morgen aufhörst zu stillen. Auch für deinen Körper ist es schlecht, denn du riskierst blockierte Milchkanäle oder eine Brustinfektion. Also gib dir und dem Baby mehr Zeit. Wenn du das Abstillen auf natürliche Weise etwas beschleunigen willst, kannst du ihm das Saugen an der Brust „ungemütlicher“ machen, indem du es zum Beispiel kürzer anlegst als sonst oder anstatt der Brust die abgepumpte Milch in der Flasche anbietest.

 

Frag die Stillberaterin

Wenn du Probleme mit dem Abstillen hast, wende dich an eine Hebamme oder Stillberaterin. Sie wird dir weiterhelfen.

 

Wie läuft es bei dir mit dem Abstillen? Berichte uns über deine Erfahrungen unter kontakt@medela.de oder in unserer Medela Deutschland Facebook-Community.