Führe langsam Beikost ein.

Babys Neugier auf feste Nahrung stillen – so geht’s

Nach den ersten vier Monaten hat sich ein harmonischer Still-Rhythmus eingespielt. Eine Veränderung steht dir noch bevor oder hat bereits stattgefunden: Deine Brüste sind nicht mehr so prall und fühlen sich weniger voll an. Das heißt nicht, dass du zu wenig Milch produzierst – im Gegenteil. Dein Körper hat sich perfekt auf den Bedarf deines Babys eingestellt. Deine Milchproduktion wird jetzt durch das Saugen deines Babys gesteuert und nicht mehr durch das Hormon Prolaktin. Stille dein Baby so oft und so lange wie es möchte, dann passt sich deine Milchproduktion weiterhin perfekt an.

 

Tipp: Will dein Baby zeitweise häufiger trinken, als du es gewohnt bist, gib dem nach. So gehst du auf seine Bedürfnisse ein und dein Körper kann sich den Anforderungen entsprechend neu einstellen.

 

Ungefähr ab dem sechsten Monat wird dein Baby Interesse an festen Mahlzeiten zeigen. Es macht Kaubewegungen und ahmt dein Verhalten beim Essen und Trinken nach. Jetzt ist es Zeit, mit fester Zusatznahrung zu beginnen. Am Anfang wird es nur wenige Löffel Brei sein. Das hängt mit der Zungenbewegung zusammen, die dein Baby vom Stillen gewohnt ist. Die neue Bewegung für feste Nahrung muss es erst lernen.

  • Führe pro Woche nur ein Gemüse ein. So kannst du erkennen, wenn dein Baby ein Nahrungsmittel nicht verträgt. Sobald es mehr als circa 150 g Gemüsebrei isst, musst du ein Stückchen Butter oder hochwertiges Pflanzenöl dazugeben, um die Aufnahme fettlöslicher Vitamine zu gewährleisten.
  • Du kannst über ein bis zwei Wochen nur zerstampfte Kartoffeln zufüttern, später dann nur Karotten. Werden diese gut akzeptiert, kannst du beides mischen.
  • Solange dein Baby kleine Mengen isst und zusätzlich zu jeder Mahlzeit gestillt wird, verzichte bitte vollständig auf Fett, Gewürze, Salz und Milch. Milchprodukte, Eier und Fisch kommen erst im zweiten Lebensjahr schrittweise dazu.
  • Nimm dein Baby mit an den Tisch, wenn du selber isst – es lernt beim Zusehen.
  • Lege ihm von Anfang an eine Gabel und einen Löffel zum Teller, damit es dein Verhalten nachahmen kann. Lass es aber auch mit den Händen essen. Sie sind ein wichtiges Werkzeug, um Dinge wie Nahrungsmittel im wahrsten Sinne zu „be-greifen“.

 

 

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