Du denkst deine Muttermilch ist nicht ausreichend? Hier ein paar Informationen.

Besorgt über deine Milchproduktion?

Dein Baby will öfter an die Brust, trinkt weniger lang oder deine Brust kommt dir weicher vor? Diese Erscheinungen sind völlig normal, verunsichern aber. Ungefähr 35 Prozent aller Frauen, die früh abstillen, geben als Hauptgrund “Ich hatte zu wenig Milch” an. Frage deine Hebamme oder Stillberaterin, bevor du abstillst, denn oft liegen die Gründe woanders.

 

Milchproduktion-kleinTipps für ausreichend Muttermilch

Dein Körper regelt die Milchproduktion nach dem “Angebot-Nachfrage-Prinzip”. Je häufiger die Brust entleert wird, desto mehr Milch wird produziert. Stillst du dein Baby in den ersten zwei Wochen nach der Geburt acht bis zwölfmal in 24 Stunden, kannst du eine reichliche Milchproduktion aufbauen. Kannst du nicht gleich stillen, benutze eine elektrische Milchpumpe, um dem Körper zu signalisieren, dass die Produktion starten kann. Auch häufiger Hautkontakt wirkt sich positiv auf deine Milchproduktion aus. Falls du zusätzlich mit Heilpflanzen oder Arzneimitteln die Milchproduktion anregen möchtest, besprich dies vorher mit deiner Hebamme oder Stillberaterin ab.

 

 

Gründe für eine reduzierte Milchproduktion und Tipps, wie du damit umgehen kannst

  • Schmerzen beim Stillen: Jede Still-Mahlzeit erscheint dir zu lange – das reduziert die Milchproduktion. Frage deine Hebamme oder Stillberaterin.
  • Zeitlimits beim Stillen: Stille dein Baby, wenn es Hunger signalisiert und so lange es möchte. Gesunde Stillbabys variieren die Stillhäufigkeit oft. Zu Beginn möchten sie meist acht bis zwölfmal in 24 Stunden gestillt werden. Sein Magen wächst, je älter es wird. Die Häufigkeit der Stillmahlzeiten wird weniger, oft trinkt das ältere Kind kürzer.
  • Kurzfristig auftretendes häufigeres Stillen: Dein Baby hat vielleicht einen Wachstumsschub. Mit dem häufigeren Stillen signalisiert es deinem Körper, dass die Milchmenge und die Zusammensetzung der Muttermilch angepasst werden muss.
  • Stress: Viele Faktoren können Stress auslösen, zum Beispiel der Wiedereinstieg in den Beruf. Versuche dir die Ursache bewusst zu machen und sei nicht so streng zu dir – du leistest gerade unglaublich viel. Nimm die nächste Stillmahlzeit oder Abpumpzeit möglichst gelassen oder plane eine zusätzliche ein.

 

 

Haben dir diese Tipps geholfen? Was würdest du raten? Schreibe uns unter kontakt@medela.de oder in unserer Medela Deutschland Facebook-Community.

 

 

Additional Resources:

McClellan HL, Hepworth AR, Kent JC, Garbin CP, Williams TM, Hartmann PE, Geddes DT. Breastfeeding frequency, milk volume, and duration in mother-infant dyads with persistent nipple pain. Breastfeed Med. 2012 Aug;7:275-81.
Gatti L. Maternal perceptions of insufficient milk supply in breastfeeding. J Nurs Scholarsh. 2008;40(4):355-63.
Forinash AB, Yancey AM, Barnes KN, Myles TD. The use of galactogogues in the breastfeeding mother. Ann Pharmacother. 2012 Oct;46(10):1392-404.
Mortel M, Mehta SD. Systematic review of the efficacy of herbal galactogogues. J Hum Lact. 2013 May;29(2):154-62. doi: 10.1177/0890334413477243. Epub 2013 Mar 6.
Kent JC, Hepworth AR, Sherriff JL, Cox DB, Mitoulas LR, Hartmann PE. Longitudinal changes in breastfeeding patterns from 1 to 6 months of lactation. Breastfeed Med. 2013 Aug;8:401-7. doi: 10.1089/bfm.2012.0141. Epub 2013 Apr 5.
Neifert M, Bunik M. Overcoming clinical barriers to exclusive breastfeeding. Pediatr Clin North Am. 2013 Feb;60(1):115-45. doi: 10.1016/j.pcl.2012.10.001.