Zahnputztipps für Babys

Zähneputzen leicht gemacht: 7 Tipps für Babys Beißerchen

Zähneputzen ab dem ersten Zähnchen ist ein Muss – stößt aber nicht immer auf Begeisterung. Was du jetzt beachten musst und welche Tricks die Kleinen bei Laune halten:

 

1) Übungszeit einplanen 

Auch wenn das Zähneputzen momentan noch kein Thema ist: Bereits vor dem Durchbruch der ersten Zähnchen kann der Kieferkamm regelmäßig massiert werden. Auf diese Weise unterstützt du nicht nur das Zahnen, sondern gewöhnst dein Baby auch gleich an das spätere Putz-Ritual. Kleiner Tipp: Im Drogeriemarkt gibt es spezielle Zahnputz-Fingerhütchen mit Borsten aus weichem Gummi oder kleine „Waschlappen-Fingerlinge“. Diese eignen sich hervorragend zur Kiefernmassage. Am besten, du legst schon während der Stillzeit möglichst nach jeder Mahlzeit los. Anschließend das Hütchen oder den kleinen Handschuh mit heißem Wasser waschen und an der Luft trocknen lassen.

 

2) Je früher ihr putzt, desto besser

Schlechte Laune und unstillbarer Kaudrang – das sind handfeste Anzeichen, dass dein Nachwuchs die ersten Zähne bekommt. Im Alter von etwa sechs Monaten bricht bei den meisten Babys der erste Zahn durch. Ab diesem Zeitpunkt heißt es dann: Ein Mal täglich Zähne putzen! Auch wenn dir das erst mal übertrieben erscheint, solltest du es ernst nehmen. Gerade bei den ersten Zähnen ist die tägliche Pflege wichtig, denn sie haben einen dünneren Zahnschmelz, der beim Durchbruch noch nicht vollständig ausgereift ist. Die Folge: Sie sind besonders anfällig für Karies. Auch wenn das Zähneputzen in diesem Alter oft sehr mühsam ist und dir bestimmt das ein oder andere Mal den letzten Nerv raubt, denk daran: Je früher du mit der Pflege beginnst, desto besser sind die Zähnchen geschützt.

 

3) Jede Sekunde zählt

Drei Minuten – solange sollten Erwachsene in der Regel mindestens ihre Zähne putzen. Bei Babys ist daran natürlich noch nicht zu denken. Hier reicht es aus, wenn du abends nach der letzten Mahlzeit das erste Zähnchen ein paar Sekunden reinigst. Gut klappt das übrigens, wenn dein Kleines auf dem Wickeltisch liegt. Sind erst mal mehrere Zähne durchgebrochen, wird die Putzzeit automatisch länger. Übrigens: Während des Zahnens empfinden die meisten Kinder die Massage des Zahnfleisches und der Kieferkämme sogar als beruhigend.

 

4) Weniger Zahnpasta ist mehr

Ob kleinen Tupfer oder dicken Batzen – wir Erwachsenen machen uns eigentlich wenig Gedanken über die richtige Menge an Zahnpasta. Anders ist das bei Babys. Hier empfiehlt die deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK) zur Zahnreinigung nur einen Hauch Kinderzahnpasta mit 500 ppm Fluorid. Die genaue Mengenangabe steht auf der Tube. Aber: Falls dein Kind Vitamin D-Tabletten bekommt, die mit Fluorid kombiniert sind, darf die Zahnpasta kein Fluorid enthalten. In diesem Fall solltest du eine fluoridfreie Zahnpasta verwendet werden. Wenn die Fluoridmenge insgesamt zu hoch ist, kann später nämlich an den bleibenden Zähnen zu weißen Flecken oder braunen Verfärbungen des Zahnschmelzes führen.

 

5) Ablenkung ist erlaubt

Wenn dein Baby älter wird, steigt auch sein Bedarf an Mundhygiene: Ab einem Alter von zwei Jahren sollten die Zähne zwei Mal täglich mit jeweils einer erbsengroßen Menge Zahnpasta geputzt werden. Hört sich eigentlich simpel an. Wäre da nicht die Trotzphase, in der gerne mal gegen alles rebelliert wird. Also falls dein Nachwuchs sich mal wieder mit Händen und Füßen wehrt, erledige das Zähneputzen am besten gleich nach dem Frühstück und Abendbrot, wenn dein Nachwuchs noch im Kinderstuhl sitzt. Ablenkung (z.B. mit einem Buch oder Spielzeug) ist ausdrücklich erlaubt! s. auch Punkt 7…

 

6) Die richtige Putztechnik

Die DGZMK empfiehlt die „KAI“-Technik. Diese Abkürzung steht für „Kau-, Außen- und Innenflächen“ und gibt die Reihenfolge des Putzens vor: Erst auf den Kauflächen vor- und zurück- und auch mal querbürsten. Dann die Zähne zusammenbeißen und die Außenflächen vom Zahnfleisch zum Zahn, also von rot nach weiß putzen. Später können dann auch Kreise auf den Zähnen gemalt werden. Zum Abschluss den Mund weit öffnen und die Innenflächen wie mit einem Handfeger ebenso von rot nach weiß ausfegen.

 

7) Zähneputzen darf Spaß machen!

Egal ob Baby oder Kleinkind: Du kannst dein Kind vermutlich leichter motivieren, wenn du das Zähneputzen spielerisch gestaltest. Ein passendes Zahnputzlied zaubert Baby ein Lachen ins Gesicht und öffnet ganz von selbst zugekniffene Lippen. Wenn dein Kind älter wird, kannst du auch einen kleinen Wettbewerb starten und mit ihm gemeinsam putzen: Wer kann am längsten putzen ohne auszuspucken? Dazu am besten das Lieblingslied abspielen, damit dein Kind auch wirklich etwa zwei bis drei Minuten lang putzt. Gut zu wissen: Auch wenn deine Tochter oder dein Sohn sich schon ganz gut alleine die Zähne putzt, ist die Mithilfe der Eltern bis ins Grundschulalter notwendig. Generell besitzen Kinder erst das feinmotorische Geschick für eine gründliche Zahnreinigung, wenn sie fließend die Schreibschrift beherrschen.

 

Du kennst den Kampf um die Zahnbürste auch? Mit welchen Tricks hältst du dein Kind beim Zähneputzen bei Laune?Schreib uns unter kundenservice@medela.de oder besuche uns auf unserer Facebookseite.