Jeder hat schon mal von dem ein oder anderen Ammenmärchen vom Stillen gehört.

Stillen – Die hartnäckigsten Ammenmärchen

„Stillen ruiniert den Busen.“

Falsch. Man kann deinem Busen ansehen, ob du schwanger warst, aber nicht, ob du gestillt hast. Wahr hingegen ist, dass die Rückbildung nach dem Abstillen sehr individuell verläuft und das Bindegewebe  mit zunehmendem Alter natürlicherweise an Spannkraft verliert.

 

„Flaschenkinder schlafen besser durch.“

Nein, durchschlafen ist ein Reifeprozess, der bei jedem Baby  anders verläuft.

 

„Man sollte mindestens zwei Stunden Pause zwischen den Stillmahlzeiten einlegen.“

Das stimmt nicht: Stillen in kurzen Abständen führt weder zu Blähungen noch zu Bauchschmerzen. Stille dein Baby einfach nach Bedarf – egal, in welchen Abständen.

 

„Meine Brüste sind zu klein zum Stillen.“

Falsch. Die Größe und Form deines Busens wird durch den Fett- und Bindegewebsanteil bestimmt. Wie viel Milch du produzierst, hängt davon ab, wie viel Drüsengewebe du während der Schwangerschaft aufgebaut hast und wie oft du dein Baby stillst.

 

„Meine Muttermilch ist zu dünn, mein Baby wird nicht satt.“

Das kann wirklich nicht sein: Zu dünne oder wässrige Muttermilch gibt es nicht. Die Zusammensetzung deiner Milch entspricht immer den Bedürfnissen deines Babys. Bei einem Wachstumsschub will es oft ununterbrochen trinken. Das ist völlig normal. Durch häufiges Anlegen („Clusterfeeding“) produzierst du sogar mehr Milch.

 

„Stillen und Sport verträgt sich nicht.“

Ganz und gar nicht, natürlich darfst du Sport treiben. Stille dein Baby vorher, um dich freier bewegen zu können. Nach sportlichen Exzessen kann die Milch aber bitter oder säuerlich schmecken.

 

„Stillen ist eine gute Verhütungsmethode.“

Nein, in der Stillzeit kannst du jederzeit schwanger werden, wenn du keine Verhütungsmittel benutzt.

 

„Bei einer Brustentzündung muss abgestillt werden.“

Falsch. Wichtig ist, die gestaute Milch bestmöglich zu entleeren – das kann niemand so gut wie dein Baby. Frage bei einer Therapie nach stillfreundlichen Medikamenten.

 

 

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