Mama krank, Baby munter: Was nun?

Die Grippesaison ist dieses Jahr besonders heftig, aber selbst wenn dich „nur“ eine fiese Erkältung erwischt hat, kann der Alltag mit Baby zum Kraftakt werden. Mit diesen Tipps überstehst du die Krankentage.

 

1) Hausmittel gehören in den Vorrat

Heißer Tee mit Zitrone und Honig, natürlicher Hustensirup aus Honig und Zwiebeln, Wadenwickel, Wärmflasche und die berühmte Hühnersuppe – in den meisten Familien gibt es bewährte Hausmittel, auf die schon Oma geschworen hat. Aber wer hat schon Lust, mit Schnupfennase und Gliederschmerzen Suppe zu kochen? Zum Glück gibt es den Tiefkühlschrank! Dort kannst du die gute Brühe vorgekocht ganz praktisch portionsweise lagern und bist sofort bestens versorgt, wenn Viren und Bakterien zuschlagen. Ein Hustensaft aus Honig und Zwiebeln hält sich im Kühlschrank auch gut mehrere Tage. Und auch der Erkältungstee muss nicht erst aus der Apotheke besorgt werden, sondern hat seinen Platz im Vorratsschrank.

2) Das Sofa ist der ideale Lebensmittelpunkt

Wenn es dich richtig erwischt hat, ist jeder Weg zu weit. Auch der zum Wickeltisch. Deponiere am besten alle wichtigen Utensilien für dein Baby in der Nähe deines Krankenlagers. Wickelauflage, Feuchttücher, einen Stapel Windeln… Stillen kannst du zum Glück ja auch ganz bequem auch im Liegen. Viele Mütter haben auch Angst, dass sie nicht mehr Stillen dürfen, wenn sie krank sind, aber keine Sorge, das ist in der Regel kein Problem. Wichtig ist, dass du darauf achtest, dass alle Medikamente, die du vielleicht nehmen musst, stillfreundlich sind.

3) Ablenkung wirkt Wunder

Wenn du keine Kraft hast, dein Baby zu beschäftigen, es aber auch nicht mehr geduldig neben dir liegt und am Schnuffel-Tuch lutscht, ist Spielzeug, dass dein Baby erkunden kann, ohne, dass du dich groß anstrengen musst, besonders wichtig. Das muss nicht unbedingt eine neue Rassel sein, die du speziell für solche Fälle zurückgelegt hattest. (Wobei das grundsätzlich immer eine gute Idee ist, egal wie alt das Kind ist: Ein schönes Bilderbuch oder bei älteren Kindern ein Spielzeugauto oder ein neues Malbuch wirken Wunder, wenn sie plötzlich hervorgezaubert werden!) Haushaltsgegenstände wie z.B. ein Schuhkarton gefüllt mit Küchenutensilien wie Schneebesen, Kochlöffel & Co sind für kleine Entdecker auch sehr spannend. Butterbrotpapier knistert herrlich und Stoffwindeln oder Seidentücher aus einer leeren Babytücher-Box pulen kann seeeehr lange interessant sein…

4) Pfeif auf die Hausarbeit!

Das Geschirr türmt sich in der Spüle, die Schmutzwäsche quillt aus dem Korb und der Mülleimer ist voll. Na und? Wenn Papa abends nach Hause kommt, kann er das Nötigste übernehmen und morgen ist auch noch ein Tag.  Mit geschwächtem Immunsystem musst du mit deinen Kräften haushalten und dein Baby geht vor: Füttern, Wickeln, Pflegen ist bei Krankheit Schwerstarbeit!

5) Hilfe suchen – und annehmen

Wenn du mit dröhnendem Schädel und Fieber im Bett liegst, hilft die beste Vorbereitung nicht weiter: Du brauchst dringend Unterstützung! Vielleicht kann dein Partner zuhause bleiben?  Home Office verstehen die meisten Chefs unter diesen Umständen sicher. Wenn auch dein Kleines krank ist, kann sich Papa natürlich ganz von der Arbeit freistellen lassen, um das Kind zu pflegen. Der Kinderarzt muss dazu ein Attest ausstellen. Oder es gibt Großeltern, die zum Babysitten kommen. Zum Einkaufen gibt es Online zum Glück viele Möglichkeiten, Lebensmittel direkt vor die Haustür liefern zu lassen. Oder noch besser: Gönn dir einen Lieferservice, denn Kochen ist auch anstrengend.

6) Nur kein falscher Stolz

Wenn Freunde oder Nachbar anbieten, für euch einzukaufen oder dein Baby auf einen Spaziergang mitzunehmen: Nimm das Angebot an! Sicher, du willst vermutlich allen beweisen, dass du es als junge Mama auch alleine schaffst, aber jetzt ist nicht der Zeitpunkt für falschen Stolz. Auch für dein Baby ist es besser, wenn du in Ruhe wieder gesund wirst, als wenn du dich tagelang durchschleppst. Du musst keine Heldin sein!

7) Im Notfall: Haushaltshilfe beantragen

Wenn du so krank bist, dass du deinen Haushalt nicht führen und dich nicht um dein/e Kind/er kümmern kannst, lass dir das von deinem Hausarzt bescheinigen. Mit dem Attest kannst du dich  an deine gesetzliche Krankenkasse wenden, denn unter diesen Umständen übernimmt sie in der Regel die Kosten für eine Haushaltshilfe. Sie bringt und holt ältere Kinder von der Kita oder Schule ab, kümmert sich um das Baby und um den Haushalt. In der privaten Krankenversicherung muss die Leistung ausdrücklich im Tarif eingeschlossen sein. Am besten, du erkundigst dich bereits, wenn du noch nicht krank bist.

 

Was ist dein bewährtes Hausmittel bei Erkältungen? Wie hast du die erste Krankheit mit Baby überstanden? Schreib uns unter kundenservice@medela.de oder bei Facebook.