Fragh die Hebamme: Wieviel Morgenübelkeit ist normal?

Frag die Hebamme: Wieviel Morgenübelkeit ist normal?

Du hast Fragen zu Schwangerschaft, Geburt oder Stillzeit, die du schon immer mal loswerden wolltest? Dann frag unsere Hebamme Alexandra Buder! Sie beantwortet sie gern. In der ersten Folge: Wann du dir über Morgenübelkeit Sorgen machen musst.

„Fast jede werdende Mutter erlebt Episoden im frühen Schwangerschaftsstadium, in denen es ihr übel ist und sie sich übergeben muss. Dass ist ganz normal und eines der häufigsten Merkmale einer bestehenden Schwangerschaft. Die „normale“ Schwangerschaftsübelkeit wird durch die zunehmende Hormonmenge im Blut hervorgerufen. In den meisten Fällen ebbt die morgendliche Übelkeit nach zwölf Wochen wieder ab. Musst du dich allerdings mehr als fünfmal täglich übergeben und verbessert sich dein Zustand nicht, könnte es sich um Hyperemesis gravidarum handeln. Darunter versteht man die extremste Form von Schwangerschaftsübelkeit die etwa fünf von 1000 Frauen erleben. Sie beginnt normalerweise um die 6. SSW und verursacht extreme Übelkeit, Erbrechen, Unterernährung, Gewichtsverlust und Flüssigkeitsmangel. Hyperemesis gravidarum ist extrem schwächend, oft schwierig in den Griff zu bekommen und erschwert das tägliche Leben enorm. Die Ursachen für die extreme Übelkeit sind unklar. Viele Wissenschaftler gehen aber davon aus, dass die Übelkeit eine Überreaktion des Körpers auf die zusätzlichen Hormone während der Schwangerschaft ist. Sicher ist: Mit diesen Symptomen musst du unbedingt zum Arzt gehen und dich behandeln lassen! Dein Gesundheitszustand und die Entwicklung deines Babys wird dann ganzheitlich und engmaschig überwacht. Aber die gute Nachricht ist: Soweit wir wissen, schadet Hyperemesis gravidarum dem Baby in keiner Weise.“

 

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