Was ist der Wochenfluss - frag die Hebamme

Frag die Hebamme: Woher kommt der Wochenfluss?

Ja, die riesigen Einlagen, die man sich nach der Geburt in die Unterhose legen muss, sind etwas gewöhnungsbedürftig – aber gerade in den ersten Tagen unbedingt notwendig. Was es mit dem Wochenfluss auf sich hat und wann der Spuk ungefähr vorbei, erklärt Hebamme Alexandra Buder.

 

„Der Wochenfluss, auch Lochia genannt, ist eine Folge der natürlichen Plazentaablösung nach der Geburt. Neun Monate lang haftete die Plazenta an der Gebärmutterwand um dein Baby mit allen wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Mit der Geburt deines Babys löst sie sich nun. Diese Ablösung hinterlässt eine große Wunde. Zellreste, Bakterien und Blutgerinnsel werden mit Hilfe des Wochenflusses nach außen abtransportiert und unterstützen so den Heilungsprozess. Insgesamt beträgt die Lochienmenge zwischen 400 und 1200 ml und wird über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen nach der Entbindung ausgeschieden. Über diesen Zeitraum hinweg nimmt die Lochienmenge stetig ab und die Farbe verändert sich: von blutig zu braun rötlich, dunkel gelb bis grau weißlich. Nach etwas sechs bis acht Wochen ist die Wunde an der Haftstelle verschlossen und die Lochien versiegen komplett. Deine Hebamme wird dich im Wochenbett regelmäßig nach der Farbe und der Menge der Blutung fragen, um so einschätzen zu können, ob der Heilungsprozess normal verläuft.“

 

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