Geburtstraditionen aus aller Welt

Ganz schön bunt: Geburtstraditionen aus aller Welt

Knallrote Strampler, Radikal-Rasur fürs Baby und Hausarrest für Mama: Jedes Land kennt seine eigenen Geburtstraditionen und Bräuche um ein neugeborenes Baby willkommen zu heißen und die Geburt zu feiern. Wir haben ein paar der schönsten und kuriosesten für dich zusammengestellt – ein bisschen Inspiration kann ja nie schaden…

 

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Rot, Rot, Rot sind alle meine Kleider…

Egal ob Junge oder Mädchen: In Brasilien, Spanien und Italien werden Babys gerne in Rot gekleidet, wenn sie nach der Geburt aus der Klinik nach Hause kommen. Die Knallfarbe gilt als Glücksbringer für die Kleinen und soll außerdem vor dem „bösen Blick“ schützen.

 

 

Ein echter Goldschatz

 In Griechenland wünschen Wochenbettbesucher dem Baby Glück und Geldsegen indem sie ihm Geldmünzen (früher: Goldmünzen) in die Wiege legen. Auch in Indien spielt Gold eine große Rolle: Kleinen Mädchen werden dort oft schon kurz nach der Geburt Ohrlöcher gestochen, in die goldene Ohrringe gesteckt werden. Die sollen aber weniger Geldsegen bringen, als vielmehr vor Krankheiten und schlechten Einflüssen schützen. Ein Geschenk, das meist dem Bruder der Mutter vorbehalten ist.

 

 

Kluge Köpfe

 Babys in Afghanistan wird in den ersten 40 Tagen nach der Geburt garantiert nicht kalt: Ein reich besticktes Stirnband oder eine Mütze sollen den Kleinen eine „große Stirn“ schenken, denn die symbolisiert große Intelligenz und Würde.

 

 

Erst mal Haare lassen

Nach hinduistischem Glauben muss das Baby nach der Geburt von negativen Energien aus seinem vorherigen Leben befreit werden. In Indien werden deshalb den Babys oft die Haare abrasiert und in einen Fluss geworfen. Danach wird das Köpfchen des Babys mit heiligem Wasser gewaschen und mit einer Paste aus Kurkuma und Sandelholz bestrichen. Klingt klebrig, soll aber Glück bringen.

 

 

Mama ist die Größte

In vielen Gegenden der Welt darf die frischgebackene Mutter in den Tagen und Wochen nach der Geburt erst mal – gar nichts. In China, Singapur oder Indien soll sie einen Monat lang – in Indien sogar 45 Tage – das Haus nicht verlassen. So sollten Mütter früher vor Krankheiten und Infektionen geschützt werden. Angenehmer Nebeneffekt: Verwandte übernehmen in der Zeit Haushalt und Kochen. Wer es sich leisten kann, bucht sich heute auch gerne in spezielle Zentren zur post-natalen Betreuung ein. Wellness pur im Wochenbett!

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