Die Gebärmutter, medizinisch auch Uterus genannt.

Gebärmutter – Babys Höhle während der Schwangerschaft

Sie ist die sichere Höhle für dein Baby in der Schwangerschaft - die Gebärmutter, medizinisch auch Uterus genannt. In diesem Geschlechtsorgan nistet sich die befruchtete Eizelle ein, nachdem die Spermien ihren Weg von der Scheide bis zu den Eileitern gefunden hatten. Was Schwangere über die Gebärmutter wissen sollten, liest du hier:

Das weiblichste deiner Organe

Das Wort „Gebärmutter“ klingt bereits nach Geborgenheit und Schutz und das stimmt auch. Es ist das weiblichste deiner Organe, denn hier wächst, sicher von Fruchtwasser und der festen Muskulatur der Gebärmutter umgeben, dein Baby bis zur Geburt heran. 

Die Gebärmutter kann sogar deinen seelischen Zustand und Gefühle widerspiegeln: Durch unterschiedlich starke Blutungen, Krämpfe oder Ausfluss.

 

Warum die Gebärmutter so wichtig ist

Das „Nest“ für das Baby ist der Gebärmutterkörper, der innen mit Schleimhaut ausgekleidet ist. Hier wird sich die befruchtete Eizelle einnisten, versorgt werden und sich vom Zellknäuel zu einem kleinen Embryo entwickeln.

Der Gebärmutterhals reicht unten ein Stück in die Scheide hinein und endet im Muttermund. Diesen kannst du sogar selbst ertasten. Bis zur Geburt sollte er fest verschlossen sein.

Bei der Geburt spürst du die Kontraktion der Gebärmutter als Wehe und der Muttermund öffnet sich.

Nach der Geburt wird die Gebärmutterschleimhaut mit der Plazenta als „Nachgeburt“ ausgestoßen. Die Schleimhaut geht übrigens auch im monatlichen Zyklus ab, wenn ein Ei nicht befruchtet wurde. Dann kommt es zur Menstruation.

 

So verändert sich die Gebärmutter, wenn du schwanger bist

Die Gebärmutter sieht aus wie eine auf dem Kopf stehende Birne. Am Anfang der Schwangerschaft reicht die Gebärmutter gerade bis zum Schambein. Im Verlauf der Schwangerschaft dehnt sie sich immer mehr und wird so groß, dass sogar ein ausgereiftes Baby kurz vor der Geburt Platz hat.

Wie groß die Gebärmutter bereits ist, das kann dein Arzt bei den Vorsorgeuntersuchungen feststellen. Der sogenannte Fundusstand wird dann in den Mutterpass eingetragen. Am Ende der Schwangerschaft reicht die Gebärmutter bis an die Rippen. Nach der Geburt schrumpft sie wieder zusammen.

 

Auch die Mutterbänder dehnen sich

Die Gebärmutter ist im Unterleib durch die Mutterbänder befestigt. Im Laufe der Schwangerschaft müssen sie mit der Gebärmutter mitwachsen und sich dehnen. Diese Dehnungsschmerzen äußern sich in einem schmerzhaften Ziehen.

 

Gebärmuttersenkung – so beugst du vor

Diese enorme Dehnung birgt aber auch Risiken. Nach der Schwangerschaft und der Geburt kann es zu einer Gebärmuttersenkung kommen. Dann kann beispielsweise beim Lachen oder Niesen etwas Urin abgehen. Daher kommt auch das Sprichwort „sich vor Lachen in die Hose machen“. Normalerweise bilden sich Gebärmutter und Beckenboden von selbst wieder zurück, wenn dein Baby einmal da ist.

Deine Hebamme wird dies in der Wochenbett-Nachsorge genau kontrollieren. Du kannst das mit einem Training der Beckenboden-Muskulatur unterstützen. Schau doch, ob es in deiner Nähe Rückbildungs-Gymnastik gibt. In der Gruppe macht das Beckenboden-Training mehr Spaß. Aber auch alle anderen Arten von Sport kräftigen die Muskulatur.

 

Diese Faktoren begünstigen eine Senkung

  • eine Bindegewebsschwäche
  • viele Geburten
  • schnell aufeinander folgende Schwangerschaften

Ganz wichtig: Schwere Einkäufe lass lieber deinen Partner schleppen. Auch damit kannst du eine Gebärmuttersenkung riskieren.

 

Kennst du eine gute Rückbildungs-Übung? Verrate sie uns unter kontakt@medela.de oder in unserer Medela Deutschland Facebook-Community.