Kennst du die unterschiedlichen Geburtspositionen? Wir zeigen dir hier die wichtigsten.

Auf die Plätze, fertig, PRESSEN!

Du bist schwanger und suchst nach Informationen über Geburtspositionen? Dann bist du hier genau richtig! Dieser Artikel soll dir Ideen über potentielle Gebärpositionen liefern, die für dich infrage kommen können, sobald es bei dir soweit ist.

 

Aus Filmen kennen wir alle Frauen, die im Bett auf dem Rücken liegen und ganz angestrengt, laut tönend und mit hochrotem Kopf das Baby in windeseile herauspressen.

 

Dieses Bild ist allerdings nicht nur unrealistisch, sondern auch veraltet. Wenn dir eine natürliche Geburt bevorsteht und weder der Arzt noch die Hebamme auf irgendeine Weise handanlegen und in den Geburtsprozess aktiv eingreifen, besteht kein Grund, dass du ans Bett gefesselt auf dem Rücken liegst, um dein Kind zu bekommen.

 

Im Gegenteil – die Rückenlage kann sich sogar negativ auf den Geburtsverlauf auswirken, da dein Becken in Rückenlage nicht sein volles Platzpotential ausschöpfen kann.

 

Wenn du also auf dem Rücken liegen musst oder unbedingt willst, dann solltest du zumindest das Kopfende des Bettes nach oben verlagern, sodass du in einer halbsitzenden Position bist.

 

Ansonsten gilt: Sei mobil und so aufrecht wie möglich. Denn so nutzt du die Schwerkraft aus, die dein Baby in die richtige Ausgangsposition im Geburtskanal platziert und dein Becken kann sich so weit wie möglich öffnen und deinem Baby den größtmöglichen Raum für die Geburt geben.

 

 

Mögliche Positionen in der Eröffnungsphase:

  • Du sitzt auf einem Stuhl ohne Armlehne mit deinem Bauch Richtung Rückenlehne und stützt deine Arme auf der Rückenlehne ab.
  • Du greifst in ein an der Decke befestigtes und verknotetes Tuch. Daran festhaltend kannst du dich mit maximaler Bewegungsfreiheit sacken lassen.
  • Du läufst auf und ab und steigst Treppen hoch und runter.
  • Du stehst breitbeinig und lehnst dich an deinen Partner oder die Wand oder hältst dich an einer vorhandenen Stange fest.
  • Du sitzt breitbeinig auf einem Gymnastikball und schaukelst langsam dein Becken hin und her.
  • Du beugst dich vorne über und lehnst dich z. B. auf ein Möbelstück, einen Kissenberg oder deinen Partner.

 

Mögliche Positionen in der Austreibungsphase:

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  • Du stehst mit einem Bein auf dem Bett aufgestellt und dein Partner oder die Hebamme hält dich von hinten.
  • Du sitzt auf einem Gebärhocker oder in der tiefen Hocke auf deinen Fersen.
  • Du bist im Vierfüßlerstand, und kniest vorne über gebeugt auf dem Bett oder dem Boden. In dieser Position kannst du dich gleichzeitig ausruhen und dein Becken bewegen.
  • Du liegst in der Seitenlage. So kannst du dich ausruhen. Zum Pressen kann die Hebamme dein oberes Bein anwinkeln und anheben.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass es vorteilhaft ist, wenn du deine Positionen möglichst oft veränderst. Dadurch, dass du in Bewegung bleibst, wird dein Baby optimal ins Becken ´geschaukelt´. Die Veränderung deiner Positionen hilft dir auch mit dem Wehenschmerz besser umzugehen, da du deinen Körper immer wieder neu be- und entlastest.

 

Wissenschaftliche Studien belegen, dass du im aufrechten und körperlich aktiven Zustand eine produktivere Wehentätigkeit hast, die wiederum dafür sorgt, dass dein Baby schneller das Licht der Welt erblickt. Außerdem sinkt nachweislich das Bedürfnis nach schmerzlindernden Mitteln oder die Notwendigkeit einer ärztlichen Intervention, z. B. um den Geburtsvorgang zu beschleunigen.

 

Mit zunehmender Wehentätigkeit und ansteigendem Schmerzlevel kann es zudem helfen, wenn du dich auf rhythmisches Ein-und Ausatmen konzentrierst, dein Partner oder die Hebamme dir den unteren Rücken massiert oder du für einen Moment in die warme Badewanne steigst und dort relaxt. Bleibe auf jeden Fall fokussiert und positiv und stelle dir dein kleines Baby vor, das du sehr bald in den Armen halten wirst.

 

Wir wünschen euch eine wunderschöne und gesunde Rest-Schwangerschaft und für die Geburt alles Gute und viel Kraft.