Die Versorgung durch eine Hebamme ist sehr wichtig für die schwangeren Mütter.

Warum du dir frühzeitig eine Hebamme suchen solltest

Pragmatische Antwort: Weil du sonst womöglich keine mehr findest. Emotionale Antwort: Weil du dir schon in der Schwangerschaft keine bessere Unterstützung wünschen könntest!

 

Eine gute Hebamme zu haben, ist ein echter Goldschatz! Am besten meldest du dich schon früh in deiner Schwangerschaft bei einer Hebamme in deiner Nähe. Je früher ihr euch kennenlernt, umso besser kann sie dich unterstützen. Keine Sorge, die meisten Leistungen trägt die Krankenkasse. Vor UND nach der Geburt. So hast du als gesetzlich Versicherte bis zum zehnten Tag nach der Geburt Anspruch auf mindestens einen täglichen Besuch, bei Bedarf und Verordnung auch mehr. Bis dein Kind acht Wochen alt ist, kannst du dann in der Regel noch 16-mal Kontakt aufnehmen und auch bei Stillschwierigkeiten oder Ernährungsproblemen in der restlichen Stillzeit kannst du Hebammenleistungen noch einige Male in Anspruch nehmen. Besuche auf ärztliche Verordnung sind auch möglich. Bist du privatversichert, frage am Besten gleich zu Beginn deiner Schwangerschaft nach, welche Leistungen übernommen werden.

 

Aber nicht nur die Wochenbettbetreuung ist eine bewährte Hebammenleistung:

  • Vorsorgeuntersuchungen: Wenn du möchtest kannst du hier zum Beispiel zwischen deiner Hebamme und deinem Arzt, der auf jeden Fall die Ultraschalluntersuchungen übernimmt, abwechseln.
  • Hilfe bei Schwangerschaftsbeschwerden und Vorwehen: Das sind gute Gründe für Hausbesuche deiner Hebamme. Bei Risikoschwangerschaften oder Komplikationen wirst du von ihr in der Klinik betreut.
  • Geburtsvorbereitungskurse und -Gespräche: Darin erfährst du viel Wichtiges zu Themen wie Ernährung und Lebensweise in der Schwangerschaft, aber auch zu Partnerschaft und Sexualität. Nicht zuletzt übst du im Geburtsvorbereitungskurs auch das richtige Atmen während der Wehen. Und: Auch den Partner erfährt, wie er dich am besten unterstützen kann!
  • Geburtshilfe: Die Hebamme begleitet dich bei der Geburt – im Krankenhaus, im Geburtshaus oder zu Hause.
  • Wochenbettbetreuung: Egal ob Anlegeschwierigkeiten, wunde Brustwarzen oder Fragen zum Wochenfluss:  Deine Hebamme in den ersten Wochen für dich da, persönlich und telefonisch. Sie beobachtet die Rückbildungs- und Abheilungsvorgänge, hilft dir beim Stillen, bei der Säuglingspflege und bei eventuellen Stillschwierigkeiten. Bei deinem Baby kontrolliert sie unter anderem die Abheilung des Nabels, die Entwicklung einer möglichen Neugeborenengelbsucht, sein Verhalten und die körperlichen Vorgänge.
  • Krisenhilfe und -betreuung vor und nach der Geburt sind ebenso Tätigkeiten einer Hebamme. Sie begleitet Mütter auch bei Früh- oder Totgeburten und vermittelt Beratungsstellen, Ärzte und Psychologen.
  • Rückbildungsgymnastik: 10 Stunden werden von deiner Krankenkasse übernommen und die solltest du nutzen! Das ist nicht nur gut für deinen Körper, sondern auch für die Seele, wenn du eine Stunde nur für dich bekommst und nebenbei andere Mamas kennenlernst.

Hast du schon eine Hebamme gefunden? Wobei konnte sie dich unterstützen? Wann hättest du sie nicht missen wollen? Schreib uns unter kontakt@medela.de oder auf Facebook.