Wie lange solltest du stillen? Hier ein paar Tipps.

Lohnt es, länger als sechs Monate zu stillen?

Für die ersten sechs Lebensmonate eines Babys empfehlen internationale Gesundheitsexperten Muttermilch als ausschließliche Nahrung. Danach beginnen viele Mütter mit der Einführung von Beikost. Sie soll das Stillen als Hauptnahrungsquelle aber nicht ersetzen, sondern zunächst nur ergänzen. Denn das Stillen über sechs Monate hinaus bringt dir und deinem Baby viel Gutes.

 

Gesundheitliche Vorteile für dich und dein Baby:

  • Die Zusammensetzung deiner Muttermilch passt sich dem Wachstum deines Babys an, um seinen Bedürfnissen gerecht zu werden.
  • Du setzt die “nährende” Beziehung zu deinem Baby fort.
  • Muttermilch ist mehr als Nahrung. Studien zeigen: Je länger ein Baby gestillt wird, desto besser ist es vor Infektionen und anderen Krankheiten wie Ohren- und Atemwegskrankheiten, Diabetes, Fettleibigkeit und plötzlichem Kindstod geschützt.
  • Je länger du in deinem Leben gestillt hast, umso höher ist dein Schutz davor, Brust- oder Gebärmutterkrebs, Diabetes Typ2, Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder einen Schlaganfall zu bekommen.

 

Tipps für den Start mit Beikost:

  • Einig sind sich die Experten, dass Babys (auch mit erhöhtem Allergierisiko) mindestens bis zu Beginn des sechsten Lebensmonates ausschließlich gestillt werden sollten.
  • Bis zum siebten Lebensmonat sollten alle Babys die ersten Erfahrungen mit glutenhaltigen Lebensmitteln gemacht haben, wie Knabbern an einer Brezel oder Brotrinde, während natürlich weitergestillt wird.
  • Die ersten Mahlzeiten verlaufen ruhiger, wenn du erst die Brust, dann ein paar Löffel Brei und als Nachtisch wieder Muttermilch gibst.
  • Biete deinem Baby zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat  Beikost an, zwei- bis dreimal am Tag. Dann kannst du sie bis zum zehnten Monat langsam auf vier Mahlzeiten steigern. Muttermilch als Nachtisch gibt es weiterhin.
  • Ungeeignet im ersten Lebensjahr sind Honig, Zucker, rohe Kuhmilch, rohe Eier, rohes Fleisch, roher Fisch, Gewürze und zusätzliches Salzen. Meide Essbares mit „Verschluck-Potenzial“ wie Nüsse.

 

Ein guter Tipp: Dein Baby ist reif für Beikost, wenn es fast alleine sitzen kann.

 

 

Welche Erfahrungen hast du mit Beikost gemacht? Was würdest du anderen Müttern raten? Schreibe uns unter kontakt@medela.de oder in der Medela Deutschland Facebook-Community.