Muttermilch für Frühchen ist besonders wichtig

Muttermilch für Frühchen: Jeder Tropfen zählt!

Muttermilch ist einzigartig – und für ein kleines Frühchen besonders wichtig. Mehr noch: Speziell für die kleinen Heldenkinder haben die gesunden Inhaltsstoffe von Muttermilch extra viele Vorteile zu bieten.

 

1) Kolostrum ist extra wertvoll für Frühchen

Die allererste Milch, die dein Körper nach der Geburt produziert, heißt Kolostrum und ist ein wahrer Zaubercocktail! In diesen ersten Tagen transportiert dein Blut eine riesige Menge schützender Substanzen in deine Brust, wo sie in die Muttermilch abgegeben werden. Eine dieser Substanzen ist das sekretorische Immunglobulin A (sIgA), ein spezieller Antikörper, den Babys nur durch die Milch ihrer Mutter bekommen können. Wirklich jeder einzelne Tropfen Kolostrum, den du gewinnen kannst, ist deshalb wertvoll und sollte aufgefangen und deinem Baby gegeben werden! Und weil dein Körper ganz genau weiß, was dein kleines Heldenkind braucht, produziert er oft sogar längere Zeit Kolostrum – das dann auch noch eine größere Mengen an Schutzsubstanzen enthält –als bei Müttern mit termingeborenen Babys!. 

 

2) Muttermilch ist das beste Schutzschild für den Darm

Kolostrum enthält zwei ganz besonders tolle Stoffe: Oligosaccharide und Lactoferrin. Diese beiden Substanzen kleiden unter anderem die Darmwand deines Babys mit einer Schutzschicht aus und verhindern dadurch, dass schädliche Bakterien aus dem Darm in das Blut des Babys übergehen können. 

 

3) Keime adé!

Noch eine unglaubliche Eigenschaft des Kolostrums: Bestimmte Bestandteile wirken wie Köder, um schädliche Keime einzufangen. Sie heften sich an die Krankheitserreger, begleiten sie durch den ganzen Darm des Babys und befördern sie regelrecht nach draußen. Sogar im Stuhl von Frühchen haben Forscher solche Köder gefunden, die noch immer fest mit den schädlichen Keimen verbunden waren.

 

4) Effiziente Infektionsabwehr

Natürlich ist auch die Muttermilch, die nach dem Kolostrum gebildet wird, ein echtes Geschenk für Frühgeborene: Denn Immunglobuline in der Muttermilch helfen deinem Baby dabei, die eigene Abwehr gegen Infektionen auszubauen und zu stärken. Damit hat das Frühchen einen Vorteil, der sogar dann noch anhält, wenn es keine Muttermilch mehr bekommt. 

 

5) Immer die passende Milch für alle Bedürfnisse

Was für termingeborene Babys gilt, gilt für Frühgeborene erst recht: Muttermilch passt sich genau den Bedürfnissen des Babys an!  Ein Frühchen braucht zum Beispiel viele Vitamine, Energie oder muss Infekte abwehren – die Wunderwaffe Muttermilch hilft perfekt dabei! Forscher haben herausgefunden, dass die Milch einer Mutter mit einem Frühgeborenen sogar noch mehr Energie, Lipide, Proteine (Eiweiße), Stickstoff, Vitamine und Mineralstoffe enthält als die Milch einer Mutter mit einem reifen Neugeborenen. Bei einem sehr kleinen Frühgeborenen (mit einem Geburtsgewicht unter 1500 Gramm) kann manchmal aber selbst das nicht ausreichen: Sie haben einen so hohen Nährstoffbedarf, dass die abgepumpte Milch seiner Mutter zusätzlich zum Beispiel noch mit Mineralstoffen oder Proteinen angereichert wird. 

 

6) Besonders „leichte“ Kost

Am Anfang „schläft“ der Magen-Darm-Trakt eines Frühgeborenen noch und muss erst langsam und in kleinen Schritten an Nahrung und seine Aufgabe, diese zu verdauen, gewöhnt werden. Dein Körper weiß auch das: Die Muttermilch für Frühgeborene enthält Fette, die genauso zusammengebaut sind, dass sie auch ein sehr kleines Baby gut verdauen kann. Sie ist also leicht verdaulich und belastet den Organismus nicht unnötig. 

 

7) Entwicklungsbooster

Frühchen werden am Anfang mit einem kleinen Schlauch (Sonde) ernährt,  der direkt in ihren Magen führt. Wie viel Nahrung es benötigt, hängt von seinen Bedürfnissen und seinem Entwicklungsstand ab. Sicher ist: Frühgeborene, die Muttermilch bekommen, entwickeln sich kognitiv und visuell besser als jene, die künstliche Säuglingsnahrung bekommen. Dies trägt auch dazu bei, dass sich bei ihnen der Nahrungsaufbau schneller und unkomplizierter gestaltet.  Und: Heldenkinder die Muttermilch bekommen, entwickeln sich später psychomotorisch besser und haben weniger Augenprobleme! 

 

8) Stillen versorgt mit Sauerstoff

Schon sehr kleine Frühgeborene können das Stillen an der Brust üben! Das Schönste dabei: Nach dem turbulenten Start können sich Mama und Baby beim Stillen in Ruhe kennenlernen und nachweislich eine gute, feste Bindung aufbauen. Und einen wichtigen weiteren Effekt hat es außerdem: Beim Stillen an der Brust hat das Baby eine bessere Sauerstoffsättigung, als wenn es mit einem konventionellen Sauger mit der Flasche gefüttert wird! 

 

9) Die Entzündungsfeuerwehr

Bei besonders frühgeborenen Kindern kann es leider zu Komplikationen kommen, die durch Entzündungen oder wunde und narbige Stellen an der Darmwand entstehen. Aber: Muttermilch hilft auch hier! Sie enthält wirksame Substanzen, die den Entzündungsprozess verlangsamen oder sogar stoppen, indem sie zum Beispiel das Wachstum der Darmflora des Babys fördern. 

 

10) Je mehr desto besser!

Studien belegen ganz eindeutig: Viel hilft viel! Je mehr und je länger Muttermilch Frühchen Muttermilch bekommen, desto größer sind die positiven Auswirkungen! 

 

 

Was Muttermilch sonst noch alles kann, erfährst du in hier!

Konntest du dein Frühchen mit Muttermilch versorgen? Vielleicht sogar stillen? Was hat dir dabei geholfen? Schreib uns unter kontakt@medela.de oder auf Facebook.

 

 

Medela Heldenkinder Geschichten

Heldenkinder

Teile deine Erfahrungen mit Frühchen und zeige anderen Müttern, dass sie in dieser Situation nicht alleine sind.