Wenn du berufstätig und im Mutterschutz bist, bekommst du Mutterschaftsgeld entweder von der Krankenkasse oder vom Bundesversicherungsamt.

Mutterschaftsgeld: Antrag, Anspruch und Höhe

Wenn du berufstätig und im Mutterschutz bist, bekommst du Mutterschaftsgeld entweder von der Krankenkasse oder vom Bundesversicherungsamt. Auch der Arbeitgeber zahlt einen Zuschuss. Wer Anspruch darauf hat und wo du den Antrag stellen musst, erfährst du in diesem Beitrag.

Bürokratie und Behördengänge sind lästig, keine Frage. Damit du aber während der Mutterschutzfrist keine finanziellen Nachteile hast, solltest du dich rechtzeitig mit den Formalitäten vertraut machen.

 

Mutterschaftsgeld erhalten Frauen, die in einem Arbeitsverhältnis stehen. Ob Vollzeit, Teilzeit oder geringfügige Beschäftigung spielt keine Rolle. Den Arbeitgeberzuschuss gibt es aber nur für diejenigen, die mehr als 390 Euro im Monat verdienen. Bei einer normalen Geburt wird das Geld sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Entbindung gezahlt, und zwar in Höhe des durchschnittlichen Nettogehalts. Dies gilt für Deutschland, Österreich und die Schweiz haben eigene Regeln.

 

Da nach Krankenkasse unterschieden wird und es viele Sonderfälle gibt, kennen sich werdende Mütter oft nicht aus. Trotzdem keine Bange, denn der Aufwand mit dem Antrag hält sich im Rahmen:


Mutterschaftsgeld von der Krankenkasse

Wenn du bei einer gesetzlichen Krankenkasse als eigenständiges Mitglied pflichtversichert bist, zahlt dir die Kasse während der Mutterschutzfrist bis zu 13 Euro pro Tag. Den Differenzbetrag, der bis zu deinem durchschnittlichen Nettogehalt noch fehlt, legt der Arbeitgeber oben drauf. Du hast also genauso viel Geld wie sonst auch.

 

Bist du bei einer gesetzlichen Krankenkasse freiwillig versichert, bekommst du die 13 Euro von der Kasse nur dann, wenn du Anspruch auf Krankentagegeld hast.

 

Mutterschaftsgeld erhalten auch Frauen, die Arbeitslosengeld beziehen und Mütter in Elternzeit, die wieder ein Baby erwarten.


Wie funktioniert das mit dem Antrag?

Der Frauenarzt oder die Hebamme stellen dir sieben Wochen (aber nicht früher!) vor der Entbindung eine Bescheinigung über den voraussichtlichen Geburtstermin aus. Die Rückseite musst du ausfüllen und an deine Krankenkasse schicken. Ein weiteres Formular füllt der Arbeitgeber für die Kasse aus. Für den Zuschuss braucht er auch die Bescheinigung über den Geburtstermin. Alles Weitere wird von Krankenkasse und Arbeitgeber untereinander geregelt und das Mutterschutzgeld auf dein Konto überwiesen. Normalerweise geht das auch recht zügig. Wenn das Baby auf der Welt ist, musst du noch die Geburtsurkunde nachreichen. Das war’s auch schon!


Mutterschaftsgeld vom Bundesversicherungsamt

Jetzt geht’s um die anderen Fälle. Bist du privat versichert oder hast du eine Familienversicherung bei der gesetzlichen Krankenkasse (bist also nicht eigenständiges Mitglied), bekommst du eine einmalige Leistung von 210 Euro. Diesen Betrag zahlt das Bundesversicherungsamt. Zusätzlich zu diesen 210 Euro gibt‘s den Arbeitgeberzuschuss, der die Differenz zum Nettolohn ausgleicht.


Wie und wann beantragen?

Die staatliche Mutterschaftsstelle ist im Netz unter www.mutterschaftsgeld.de vertreten. Dort findest du auch den Antrag auf Mutterschaftsgeld. Du kannst ihn online stellen oder zum Ausdrucken downloaden. Dann brauchst du noch vom Arzt die Bescheinigung über den vorläufigen Geburtstermin und  die vom Arbeitgeber ausgefüllte Bescheinigung. Die Unterlagen sollten mit Beginn der Schutzfrist beim Amt sein. Später schickst du noch die Geburtsurkunde nach. Auf der Seite www.mutterschaftsgeld.de findest du noch viele weitere gut erklärte Infos und kannst dich außerdem telefonisch beraten lassen.


Wer erhält kein Mutterschaftsgeld?

Generell gehen alle leer aus, die in keinem Beschäftigungsverhältnis stehen, also zum Beispiel Hausfrauen oder Studentinnen. Selbstständige und Freiberuflerinnen erhalten nur dann Mutterschaftsgeld, wenn sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind und Anspruch auf Krankengeld haben.