Geburt - Wann kommt die Lust wieder? Hier ein paar Tipps, wie die Lust nach der Geburt wieder kommt und eure Partnerschaft bereichert.

Nach der Geburt: Wann kommt die Lust wieder?

Sie fehlt vielen Frauen nach der Geburt: die Lust auf Sex. Tipps gegen die Flaute im Bett.

Auch wenn sich nur die wenigsten Frauen trauen, offen darüber zu sprechen: Lustlosigkeit ist gerade in den ersten Monaten nach der Geburt weit verbreitet. Die meisten Frauen fühlen sich nach der Entbindung alles andere als sexy und anziehend. Der Bauch hat sich noch nicht vollständig zurückgebildet, ist infolge der Schwangerschaft womöglich von Dehnungsstreifen gezeichnet. Hinzu kommt die Umstellung auf ein Leben mit Baby, die neue Mutterrolle, der teilweise immense Schlafmangel. Kein Wunder, dass die Lust auf Sex da äußerst gering ist. Das hilft gegen die Flaute im Bett.

Nicht unter Druck setzen

Das Wichtigste zuerst: Setz dich nicht unter Druck! Es ist ganz normal, nach der Geburt keine Lust auf Sex zu haben. Viele Frauen haben sogar im ganzen ersten Lebensjahr ihres Babys kein Bedürfnis nach Sex. Genauso ist es aber auch möglich, dass dein Partner plötzlich keine Lust mehr hat. Gut ist es in beiden Fällen, die Angelegenheit locker und entspannt anzugehen.

Rede über deine Bedürfnisse!

Wenn dich die Flaute im Bett belastet, solltest du unbedingt mit deinem Partner darüber reden. Am einfachsten ist, den Frust in sich hineinzufressen und darauf zu setzen, dass die Lust irgendwann wieder zurückkommt. Oft ist das aber leider nicht der Fall. Ihr entfernt euch nur noch weiter voneinander und es wird noch schwerer, wieder zueinander zu finden. Soweit solltest du es nicht kommen lassen. Am besten du sagst ganz deutlich, was dir fehlt und was du dir wünscht. Natürlich fällt das am schwersten. Einfacher ist es, dem Partner Vorwürfe zu machen à la „Du schaust mich gar nicht mehr richtig an!“. Das bringt dich aber letztendlich nicht weiter. Versuche im Gespräch besser bei dir zu bleiben und deine Sexbedürfnisse und erotischen Wünsche auszusprechen. Sag deinem Partner, wie es dir geht: „Ich vermisse es, mit dir zu kuscheln. Ich verstehe, dass du momentan gestresst bist, aber ganz ohne Zärtlichkeit, das macht mich traurig.“

Romantisches Wochenende

Einfach mal zwei Tage wegfahren, den Alltag hinter sich lassen – das kann helfen, wieder zueinander zu finden und belebend fürs Liebesleben sein. Endlich hast du Zeit, kannst dich nur auf dich und deinen Partner konzentrieren. Klappt natürlich nur, wenn du nicht ständig an die Kinder zu Hause denkst. Sollte das schlechte Gewissen an dir nagen, mach dir bewusst: Es ist völlig in Ordnung, dass du dir mal eine kleine Auszeit gönnst. Die braucht jeder von uns mal. Und natürlich ist es auch wichtig, eure Beziehung und Liebe zu pflegen. Bringt ja nichts, wenn ihr als Eltern ein tolles Team seid, euch aber als Paar aus den Augen verliert. Versuche deinen Partner aufs Neue zu erkunden und zu verwöhnen – und lass dich von ihm verwöhnen.

Entspannungsinseln im Alltag

Oft hilft es auch schon, sich im Alltag kleine Entspannungsinseln zu zweit zu schaffen. Auch wenn es etwas kostet: Nimm dir regelmäßig einen Babysitter, gehe mit deinem Partner beispielsweise zu eurem Lieblingsitaliener – so wie am Anfang der Beziehung. Auch wenn der Abend wegen der Kosten für die Kinderbetreuung definitiv teuer wird. Dennoch ist es gut investiert – schließlich geht es um eure Beziehung und letztendlich um dein eigenes Wohlbefinden.

Fester Sex-Termin

Klingt vielleicht brachial, kann aber helfen, das Liebesleben wieder in Schwung zu bringen: Verabrede dich an einem festen Termin in der Woche mit deinem Partner zum Sex. Dann steht ihr beide nicht unter Druck, eigentlich etwas anderes machen zu müssen und habt ausgiebig Zeit für euch. Denk dran: Intimität braucht Raum – und der eröffnet sich nicht von selbst. Selbst wenn du gerade dann keine Lust hast, versuch den Termin auf jeden Fall einzuhalten. Sonst kehrt die Routine schnell wieder zurück und letztendlich ändert sich auch nichts. Beim Sex ist es übrigens wie beim Sport: Am Anfang muss man sich manchmal überwinden loszulegen. Wenn man dann aber dabei ist, merkt man schnell, wie viel Spaß man hat. Und danach fühlt man sich so richtig gut!