Papa allein zu Haus? Kein Problem!

Hilfe, mein Stillbaby ist komplett auf Mama fixiert! Was mache ich nur, wenn sie ausgeht? Papa und Blogger José Garcia Chavez hat Antworten gefunden.

Als ich das erste Mal mit unserem Baby allein zu Haus war, habe ich mir bereits im Vorfeld einige Gedanken gemacht. Ich hatte Angst, irgendetwas falsch zu machen oder eben „allein nicht klar zu kommen“. Vermutlich geht das jedem Papa so. Doch mit der Zeit habe ich Einiges gelernt – über mich und über meine Tochter. Ehrensache, dass ich das gerne weitergebe! Meine fünf Tipps, wenn du als Papa alleine zu Haus bist:

1) Sei gelassen!

Mein wohl bester Tipp mag sich erst einmal simpel anhören, aber du ahnst gar nicht, wie wichtig es ist, das richtige Maß an Gelassenheit zu finden. Dein Kind wird spüren wie sehr es dir vertrauen kann, wie du gewisse Dinge machst, ob du entspannt bist oder nicht. Dein Baby wird deine Gelassenheit lieben, sich auf dich „einlassen“ und dir das nötige Vertrauen schenken – ohne geht’s nicht. Verstell‘ dich bloß nicht! Dein Baby würde es sowieso merken.

2) Zieht an einem Strang

In eurer Familie gehen Mama oder Papa unterschiedliche Wege in der Babybetreuung und eure unterschiedlichen Meinungen führen oft zu Diskussionen? Keine gute Idee. Glaub‘ mir, auch das spürt dein Baby. Es ist wahnsinnig wichtig, dass nicht nur du als Papa mit deinem Baby harmonisierst, sondern die komplette Familie. Dazu gehört es auch, Kritik anzunehmen. Bildet eine Einheit! Zieht an einem Strang! Das schweißt nicht nur eure Beziehung, sondern die ganze Familie zusammen.

3) Grundbedürfnisse kommen zuerst

Erinnerst du dich an die Maslowsche Bedürfnispyramide aus der Schule? Die hat seine Berechtigung! Es geht um die Bedürfnisse deines Babys. Um genauer zu sein, um seine Grund- und Existenzbedürfnisse. Wenn es schreit, stell sicher, das seine Grundbedürfnisse immer befriedigt sind: Hunger, Durst, Wärme, Liebe, Sicherheit, Krankheit usw. Das gilt auch für banale Sachen wie beispielsweise eine volle Windel. Dein Baby kann dir leider nicht sagen, was es gerade bedrückt. Hier hilft oftmals nur ausprobieren.

4) Lerne dein Baby kennen

Okay, dein Baby kann nicht mit dir reden, aber es sendet dir klare Signale darüber, was es mag oder eben nicht mag. Anhand von Mimik und Gestik lässt sich sehr gut ableiten, was deinem Baby gut tut oder was es traurig macht. Ich kann dich daher nur dafür sensibilisieren, dein Baby genauer zu betrachten und zu beobachten. Jede von dir gewählte Aktion löst automatisch eine Reaktion aus. Beobachte und lerne dabei.

5) Schaffe eine klare Tagesstruktur

Rituale schaffen Sicherheit und Sicherheit – du weißt schon, Maslow. Aber nicht nur das. Mit hoher Wahrscheinlichkeit prägt Mama während ihrer anfänglichen Elternzeit die Tagesstruktur. Halte daran fest, dein Baby wird es mögen. Wenn du seinen Tagesablauf komplett durcheinander würfelst, könnte das seine Konsequenzen haben…

Du merkst schon, den EINEN Tipp gibt es nicht, um eine unglückliche Situation für Papa und Baby zu vermeiden. Aber es ist ja auch gar nicht schlimm, wenn dein Baby mal weint. Der Grund ist ja selten etwas Schlimmes, im Gegenteil: Es ist eine normale Reaktion. Und es ist doch auch ein schönes Gefühl, wenn du dein Baby in schwierigen Situationen unterstützen kannst!

 

 

Von Papa zu Papa: Welche Tipps & Tricks haben dir geholfen, als du mit deinem Baby zum ersten Mal allein warst? Schreib uns unter kundenservice@medela.de oder auf Facebook.