Mastitis: Das hilft bei Brustentzündung

Während ein Milchstau oft ohne Medikamente heilt, müssen bei einer echten Brustentzündung (Mastitis) auch schwerere Geschütze aufgefahren werden. Wie du erkennst, wann es ernst wird.

 

Wie entsteht eine Mastitis?

Mastitis bedeutet, dass die Brustdrüse oder das Brustgewebe entzündet sind. Ursache kann ein nicht gelöster Milchstau ebenso sein, wie Bakterien, die durch verletzte, wunde Brustwarzen eingedrungen sind. Auch Stress spielt eine Rolle.

 

Wie erkenne ich eine Mastitis?

Ähnlich wie eine Grippe, kündigt sich eine Brustentzündung mit Kopfweh, Gliederschmerzen und erhöhter Temperatur an. Du fühlst dich kraftlos und sehr müde. Innerhalb von Stunden bekommst du hohes Fieber und in deiner Brust treten harte, heiße, gerötete und schmerzende Stellen auf. Hole dir bei diesen Symptomen unbedingt sofort Hilfe von einer Stillberaterin, einer Hebamme oder einem Arzt und stimme das weitere Vorgehen mit ihnen ab!

 

Was hilft gegen die Brustentzündung?

  • Weiter Stillen! Am besten legst du dein Baby mindestens alle zwei bis drei Stunden an der betroffenen Seite an – aber vergiss dabei die andere Brust nicht. Wenn das Anlegen zu schmerzhaft ist, kann dir auch eine Milchpumpe wie die Symphony oder Swing maxi helfen, deine Brust zu entleeren.
  • Kalte Kompressen Zwischen den Stillmahlzeiten kannst du Kompressen aus kühlendem Quark oder frischen Weißkohlblättern direkt auf den entzündeten Bereich legen. Spare dabei aber den Brustwarzenhof und die Brustwarze aus. Ein kalter Wickel hat einen ähnlichen Effekt.
  • Zur Not Medikamente Wenn du über einen Zeitraum von 24 Stunden deutlich über 38 Grad Fieber hast, musst du zum Arzt gehen. Eventuell bekommst du dann Antibiotika und Schmerzmittel, die mit dem Stillen vereinbar sind, verordnet.

Wichtig: Wenn dein Baby ein Frühchen war, frag bitte die Stillberaterin oder den Arzt in deiner Kinderklinik um Rat.

 

Hast du schon einmal eine Mastitis gehabt? Was hat dir geholfen? Schreibe uns unter kontakt@medela.de oder bei Facebook.