Zu wenig Milch ist oft eine ausschlaggebende Ursache bei Stillproblemen.

Probleme mit zu wenig Milch?

Nicht alle Frauen haben sofort so viel Milch, wie sie es sich vorgestellt haben – oder wie viel sich das Baby gerade wünscht. Was du für deine Milchproduktion und den -fluss tun kannst erfährst du hier.

Wenn dein Baby von einem Tag auf den anderen häufiger gestillt werden will, hat es eventuell gerade einen Wachstumsschub. In dieser Phase will es deutlich öfter trinken. Das liegt nicht unbedingt daran, dass du zu wenig Milch hast oder diese zu dünn ist. Du kannst sicher sein: Die Nachfrage regelt in kurzer Zeit das Angebot. Wenn dein Baby häufiger trinkt, wird dein Körper die Milchproduktion automatisch den neuen Bedürfnissen anpassen. Und solange es an Gewicht zunimmt, täglich sechs bis acht nasse und eine oder mehrere volle Windeln hat, ist es ausreichend versorgt. Erinnere dich: Was rein geht, muss wieder rauskommen.

 

Tipps:

  • Stille häufiger – tagsüber alle zwei Stunden und nachts alle drei Stunden.
  • Stille pro Brust mindestens 15 Minuten und biete beide Brüste an.
  • Überprüfe deine Stillposition und das Anlegen deines Babys; frage auch hier deine Stillberaterin nach Rat.
  • Wechsle die Stillpositionen. Das stimuliert deine Brust rund herum, auch dort, wo das Drüsengewebe oft nicht regelmäßig entleert wird.
  • Hat dein Baby, nachdem es an beiden Brüsten getrunken hat, immer noch Appetit, beginne wieder mit der ersten Brust, aber in einer anderen Stillposition.
  • Verwende möglichst keine Fläschchen und Schnuller.
  • Möglicherweise unterstützt zusätzliches Abpumpen die Milchproduktion. Neueste Studien belegen, dass beidseitiges Abpumpen eine unterstützende Wirkung bei der Aufrechterhaltung der Milchbildung haben kann und die Milchproduktion wahrscheinlich erhöht werden kann.

 

Sind diese Maßnahmen nicht erfolgreich, frage eine Stillberaterin oder eine Hebamme. Selten gibt es medizinische Ursachen für eine nicht ausreichende Milchbildung.

 

 

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