Tipps für einen routinierten Tagesablauf mit dem Baby.

Sechs Tipps für Tages- und Nachtroutinen

Wachhalten beim Stillen

Gerade Neugeborene schlafen oft an der Brust ein, um dann 30 Minuten später wieder aufzuwachen und weiterzunuckeln. So kannst du schläfrige Babys wachhalten: Nimm das Kind zur anderen Brust, sobald es das Interesse am Saugen verliert. Dabei das Baby zwischendurch aufstoßen lassen oder zwischendurch wickeln, bevor du zur anderen Brustseite wechselst. Auch eine Hand- oder Fußmassage wirkt aktivierend. 

 

Schlafpausen für Mama

Viele Babys neigen dazu, am Tag viel zu schlafen und nachts zur Hochform aufzulaufen. Respektiere diesen Rhythmus in den ersten sechs bis acht Wochen. Säuglinge brauchen Zeit, um zu lernen, wann Tag und Nacht ist. Wenn Dein Baby tagsüber schläft, nutze die Zeit und lege selbst eine kleine Pause ein. So kannst du deinen Energiehaushalt für den Rest des Tages wieder etwas auffüllen. Wichtig: Gönne dir den Schlaf. Auch wenn du dich zu einer ungewöhnlichen Tageszeit hinlegst. Und Hausarbeiten & Co. können auch mal warten.

 

Pssst … Nachtarbeit

Nachts wird der Nachwuchs sicher einmal oder mehrfach aufwachen und will gestillt werden. Falls gewickelt werden muss, versuche es so sanft wie möglich, damit dein Baby nicht allzu wach dabei wird. Dimme das Licht und sprich nur so viel wie nötig. So lernt es, dass die Nacht Schlaf- und Ruhezeit ist.

 

Stillen an erster Stelle

Hat sich nach dem ersten Monat vieles eingespielt, kannst du dich wieder mehr um andere Dinge kümmern, wenn dein Baby schläft. Doch übertreibe es nicht – auch du brauchst Zeit zur Regeneration. Denn dein Kind braucht dich und Stillen sollte stets vorgehen. Stille dein Baby, wann immer es dir Hunger signalisiert und setze deine Tätigkeit erst danach fort. Trage es so oft wie möglich am Körper, etwa in einem Tragetuch oder einer Trage. Das erleichtert das Stillen unterwegs –  und hält Fremde davon ab, dein Kind einfach anzufassen.

 

Feste Schlafenszeiten

Auch wenn du das Gefühl hast, alles auf einmal erledigen zu müssen: Packe deinen Tag nicht zu voll. Reserviere genug Zeit für die Nickerchen deines Babys und halte feste “Zu-Bett-geh”-Zeiten ein. Das Kleine braucht diese Routinen und Wiederholungen, um diese zu festigen.

 

Die beste Ernährung für dein Kind

Lasse die Finger von Ratgebern mit vorgefertigten Plänen, die vorgeben, wie dein Baby ernährt werden soll. Die Forschung hat gezeigt, dass sich das Stillen nach Bedarf positiv auf das Wachstum, die Entwicklung und auch auf deine Milchproduktion auswirkt.

 

 

Additional Resources:

American Academy of Pediatrics. New Mother’s Guide to Breastfeeding, 2nd ed. (2011). American Academy of Pediatrics.

Daly, S & Hartmann, P. Infant Demand and Milk Supply. Part 1: Infant Demand and Milk Production in Lactating Women. Journal of Human Lactation II(1) 1995; pp.21-26.

Daly, S & Hartmann, P. Infant Demand and Milk Supply. Part 2: The Short-Term Control of Milk Synthesis in Lactating Women. Journal of Human Lactation II(1) 1995; pp.27-37.

McCormick FM, Tosh K, McGuire W. Ad libitum or demand/semi-demand feeding versus scheduled interval feeding for preterm infants. Cochrane Database of Systematic Reviews 2010, Issue 2.