Deine Frau braucht dich bei der Geburt. So hilfst du ihr.

So unterstützt du deine Frau am Tag der Geburt

Den Geburtsvorbereitsungskurs habt ihr erfolgreich absolviert, die Tasche für’s Krankenhaus ist längst gepackt und plötzlich geht es los: Schatz, ich habe meine ersten Wehen.

 

Sei ihr Ruhepol

Das ist die wichtigste aller Regeln. Deine Frau wird nach und nach stärkere Wehen bekommen. Deine Aufgabe ist es die Ruhe zu bewahren, nichts zu vergessen und ihren Wünschen nachzukommen.

 

Keine Panik

Unterstuetzung-Frau-Geburt-kleinGerade bei den ersten Wehen solltet ihr nicht überreagieren. Denn bei der ersten Geburt muss sich der Muttermund deiner Frau um zehn Zentimeter öffnen. Man rechnet pro Zentimeter mit einer Stunde Wehen. Also könnt ihr mindestens die Hälfte dieser zehn Stunden auch gerne Zuhause in eurer gewohnten Umgebung verbringen.

 

Aber aufgepasst: Ihr könnt diesen Status – vor allem beim ersten Kind – nur schwer abschätzen. Habt ihr also das Gefühl, dass es schon bald losgeht, dann ruft im Krankenhaus an und meldet euch im Geburtssaal an. Auch hier könnt ihr noch einmal telefonisch den aktuellen Stand durchgeben oder je nach Tageszeit eure Hebamme kontaktieren.

 

Eines ist aber wichtiger als jede Empfehlung: Wenn deine Frau sagt, sie möchte ins Krankenhaus, dann bringst du sie in Ruhe dort hin.

 

Tasche fertig packen

Deine Frau ist bereits seit einigen Wochen im Mutterschutz und hat ihre Tasche sicherlich schon gepackt. Dennoch gibt es aber einige Utensilien, die erst zum Schluss eingepackt werden können. Am besten ihr macht euch schon vor der Geburt eine Liste mit Dingen, die ihr während und nach der Geburt zu Hand haben möchtet.

 

Dazu zählen Dinge wie Wechselkleidung oder Zahnbürsten. Vielleicht möchtest du auch deine Kamera einpacken und noch einen Powerriegel für die späten Abendstunden parat haben. Eine gute Vorbereitung macht euch den Tag so angenehm wie möglich.

 

Unterstützung im Kreissaal


Das Wichtigste zuerst:
Du stehst hinter deiner Frau und lässt dem Arzt und der Hebamme freien Lauf und ihre Arbeit tun. Du bist der Ruhepol, der, wenn gefragt, zur Hand geht und unterstützt. Du hilfst bei einfachen Dingen wie beim Einstecken eines Gerätes oder bringst deiner Frau zwischendurch ein Glas Wasser.

 

Gehe auf die Wünsche deiner Frau ein

Wenn deiner Frau heiß ist, fragst du leise, ob du das Fenster öffnen oder ihr ein kaltes Tuch bringen sollst. Versuche keinesfalls den Medizinern hilfreiche Tipps zu geben und setze deine Frau nicht unter Druck. In den letzten Zügen heißt es für dich vor allem Händchen halten und beistehen. Denn eine Geburt ist ein wahrer Kraftakt – für Mutter und Kind.

 

Am besten überlegst du dir schon vorher, was du bei der Geburt machen willst: Nabelschnur durchschneiden, das Köpfchen während der Geburt berühren oder die Plazenta begutachten. Du wirst sicherlich im Vorfeld gefragt.

 

Geschafft, endlich Papa

Euer persönliches kleines Wunder ist da und ihr seid einfach nur überwältigt. Was nun? Deine Frau wird das Kind noch einige Minuten auf der Brust behalten und euer Kind wird die Brust suchen und mit dem Trinken beginnen.

 

Danach werdet ihr auf die Geburtsstation verlegt und du kannst dir überlegen, wie lang du noch im Krankenhaus bleiben möchtest. Alle Beteiligten brauchen nun erst einmal Ruhe. Sprich dich hierzu am besten mit deiner Frau ab.

 

 

Wir wünschen euch alles Gute!