Cool bleiben, Baby! 8 Tipps für heiße Tage

Ich kann mich im Bikini an den Baggersee legen, aber wie ziehe ich mein Baby bei der Hitze am besten an? Darf es zur Abkühlung auch schon mit in den See? Oder sollte ich doch besser mit ihm in der kühlen Wohnung bleiben? Die Hitze macht Mamas und Babys ganz schön zu schaffen. Mit diesen Tipps kommt ihr beide hoffentlich nicht so schnell ins Schwitzen.

 

Hauptsache luftig: Dresscode bei 30 Grad plus

Bei echter Sommerhitze bringt jeder kleine Luftzug Erleichterung. Leichte und luftige Kleidung ist deshalb auch für Babys das Richtige. Natürliche Stoffe wie Baumwolle oder Leinen – Kunstfasern vermeiden! – lassen die Kleinen weniger Schwitzen. Helle Farben heizen sich weniger stark auf und speichern weniger Wärme als dunkle.  Aber Achtung: Zarte Babyhaut ist empfindlich und reagiert noch schneller und stärker auf Sonne, als die von Erwachsenen. Es gilt die Devise: Schatten, Schatten, Schatten! Als Schutz vor Sonne und UV-Strahlen wenn möglich langärmelige dünne Bodys und leichte lange Hosen wählen. Natürlich darf Baby an heißen Tagen am See  im Schatten aber auch mal nackt auf der Decke strampeln – denn dann entwickelt sich unter der Windel schnell ein feuchtwarmes „Tropenklima“, das Hautreizungen und Pickelchen am Popo begünstigt.  Ob deinem Kind zu heiß ist, kannst du übrigens am besten im Nacken ertasten: Die Haut dort sollte sich warm, aber nicht schwitzig anfühlen. Mittlerweile gibt es übrigens auch leichte Babykleidung für den Strand mit UV-Schutz. Da unbedingt  auf den „UV Standard 801“ achten, der dafür sorgt, dass der Schutz auch nach Gebrauch und mehreren Wäschen gewährleistet ist. 

 

Oben ohne ist verboten!

Das Must-have des Sommers, das im Freien immer und überall dabei sein muss: Ein Stoffhut, der Babys zartes Köpfchen vor Hitze und Sonne bewahrt, Sonnenstich & Co. vorbeugt. Am besten ist ein Modell mit breiter Krempe (damit sind auch Gesicht, Augen und Ohren geschützt) und Nackenlatz. Da Babyhaut noch keinen Eigenschutz hat, die Kleinen keinesfalls (!) direkter Sonne aussetzen. Aber –

 #schattendasein – unterm Sonnenschirm oder Baum ist es ohnehin auch für Mamas am angenehmsten. Bei großer Hitze solltest du mit Neugeborenen am besten nur kurze Spaziergänge in den kühleren Morgen- oder Abendstunden unternehmen, und erst ab der zweiten Woche. Sonnencreme ist für sie noch nicht geeignet, bei „älteren“ Babys kann man, wenn nötig, spezielle Präparate für Babys verwenden –  am besten mit mineralischem (statt chemischen) Lichtschutz verwenden.

 

Den Durst stillen – jederzeit!

Mamas, die ihr Kind stillen, müssen auch im Sommer keine zusätzlichen Getränke anbieten – die Muttermilch liefert genug Flüssigkeit. Es kann  sein, dass dein Baby bei Hitze öfter mal ein paar Schlucke trinken möchte, nicht, weil es Hunger hat, sondern weil er durstig ist. In Wüsten- und Tropengegenden übrigens werden Babys oft mehrmals pro Stunde kurz gestillt. Wichtig ist nur, dass das Baby bestimmt, wann es trinkt – und nicht die Uhr!  Bekommt dein Baby schon Beikost, gehört ein Becher Wasser unbedingt zum Essen dazu. Und bei älteren Babys darf’s vielleicht  zur Abkühlung ja auch ein Wasser-Eis sein? Ein gesundes, versteht sind! Das kannst du ganz wunderbar selber machen: Ob Erdbeeren, Blaubeeren, Kiwis oder Orangen – einfach die Lieblingsfrüchte deines Babys pürieren und das Püree in Eisförmchen mit Stiel füllen. Drei, vier Stunden ins Gefrierfach stellen – fertig. In Kombination verschiedener Früchte wird – Schicht um Schicht – ein Regenbogen-Eis daraus!

 

Unterwegs ohne Hitzestau

Stell dir vor, du würdest an einem Bilderbuch-August-Tag mit deinem Liebsten stundenlang in einer Hängematte kuscheln. Ja, genau, das ist heissssssssssss! Das gilt auch für dein Baby im Tragetuch oder in der Trage:  Sommerhitze plus Mamas Körperwärme plus Tragetuch – puh! Für alle, die dennoch nicht auf eine (zugegeben bequeme) Tragehilfe verzichten möchte, um den Nachwuchs von A nach B zu befördern, empfiehlt sich ein besonders luftdurchlässiger Stoff. Kühler für euch beide ist bei über 30 Grad im Schatten dann doch der Transport im Kinderwagen – mit Sonnensegel oder -schirm natürlich. Aber Achtung: Nicht das Verdeck ausklappen, denn darunter staut sich die Hitze! Für den Fall der Fälle eine dünne Baumwolldecke zum Zudecken mitnehmen, das war’s. Es sei denn, man macht gerne mal an einem hübschen (schattigen) Plätzchen in der Natur halt – dann bitte an ein Insektennetz denken! Das kann man auch schon vorab anbringen, sollte es unterwegs bereits störenden, tierischen Luftverkehr geben. Und apropos schwirrende Gäste: Trinkbecher für ältere Babys immer mit Deckel verschließen und stets darauf achten, dass es sich keine Wespe darauf gemütlich macht.

 

Dicke Luft? Dann besser drinbleiben!

Die herrlichste Sonne kommt leider selten allein: Als Sommersmog bezeichnet man die Belastung der bodennahen Luft durch eine hohe Konzentration von Ozon und Photooxidantien. Schadstoffe, die insbesondere Neugeborenen, Babys und Kleinkindern gefährlich werden, unter anderem Atemwegserkrankungen und Allergien auslösen können. Bereits bei Ozonwerten um die 120 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft (aktuelle Daten finden sich auf umweltbundesamt.de) sollte man Experten zufolge mit den Kleinen besser zu Hause bleiben und die Fenster geschlossen halten. Vor allem zwischen 14 und 17 Uhr, da in der Zeit die Belastung am stärksten ist. In dem Fall könnt ihr ja auch drinnen ganz wunderbar Sommer spielen: in der Badewanne zum Beispiel. Oder man stellt das Mini-Planschbecken im Wohnzimmer (auf einer Plane!)  auf.

 

Immer schön nass machen

Planschen ist der größte und kühlste Spaß im Sommer! Mamas müssen nur wissen: Säuglinge kühlen blitzschnell aus, wenn man mit ihnen in kaltem Pool-, See- oder Meerwasser badet – zur Erfrischung deshalb im Zweifel lieber mit einem nassen Waschlappen „abreiben“. Aber ab dem zweiten Lebensjahr, wenn der Körper die Wärmeregulierung über die Haut beherrscht, steht dem feuchtfröhlichen Vergnügen nichts im Weg. Und noch eine Info: Wasser reflektiert die Sonnenstrahlen, selbst in einem halben Meter Tiefe haben jene Strahlen, die Sonnenbrand verursachen, noch immer 60 Prozent ihrer Kraft. Deswegen: Schwimmbekleidung mit UV-Schutz überziehen, Sonnencreme auftragen, Hut aufsetzen – und dann ab ins kühle Blaue mit den Kleinen!

 

Bitte kein Baby an Bord lassen!

Achtung, Lebensgefahr! Autos heizen sich im Sommer extrem schnell auf und werden zu einem regelrechten „Backofen“. Den Nachwuchs deshalb niemals im Auto zurücklassen, unter keinen Umständen, nicht mal für ein paar Minuten! Weil es so gefährlich ist, ist das zu Recht sogar strafbar.

 

Nachtruhe

Schwitzen ist der natürlich Feind von Schlafen: Damit der Nachwuchs selig schlummern kann, darf es im Zimmer nicht heiß und schwül sein. Vor dem Zu Bett bringen ausgiebig durchlüften! In lauen Nächten kann das Fenster auch  ruhig geöffnet bleiben – sofern der / die Kleine keine Zugluft abbekommt. Da bitte her auch keinen Ventilator vor dem Bettchen aufstellen, sondern lieber nasse Handtücher auf einem Wäscheständer aufhängen – das verdunstende Wasser sorgt für Abkühlung im Raum. Überflüssige Decken und Kissen wegräumen, mehr als einen leichten, ungefütterterten Sommerschlafsack auf der Matratze braucht es nicht. Ist auch der noch zu warm, weg damit, und das Baby mit einem dünnen Kurzarm-Body oder lediglich einer Windel bekleidet aufs Laken legen. Später gelegentlich kontrollieren, ob es ihm nicht doch zu kühl ist. Dann stehen die Chancen ausgezeichnet, dass es eine gute, angenehme Nacht wird – für euch beide.

 

Was sind deine Tipps für heiße Sommertage und nächte mit Baby? Schreib uns unter kontakt@medela.de oder auf Facebook.