So lernen Kinder ganz spielerisch aufräumen

Spielerisch aufräumen lernen

Die Legosteine sind überall auf dem Boden verteilt, dazwischen Holzschienen und Bücher: In vielen Kinderzimmern herrscht heilloses Chaos – sehr zum Leid der meisten Mütter. So lernen die lieben Kleinen spielerisch aufräumen.

Aufräumen als fester Bestandteil des Tagesablaufs

Wenn du denkst, nur dir geht es so, erst mal zur Beruhigung: Dass Kinder unordentlich sind, ist ganz normal! Genauso wie alleine zu essen und zu trinken, zu sitzen und zu laufen, muss es auch den Sinn für Ordnung lernen. Gut ist es, wenn du das Aufräumen als festen Bestandteil des Tagesablaufs einbaust – so entsteht das ganz große Chaos erst gar nicht. Kündige vor dem Aufräumen an, dass es bald Zeit dazu ist. So gibst du deinem Kind die Chance, zu Ende zu spielen.

 

Überfordere dein Kind nicht!

Schon mit ein oder zwei Jahren können Kinder Aufräumen lernen – allerdings bist du da gefragt. Ohne deine Unterstützung geht es nicht. Bis ins Schulalter braucht das Kind die Unterstützung der Eltern, um nach dem Spielen alles wieder in Ordnung zu bringen.

 

Spielerisch aufräumen macht Spaß

Vermittele deinem Kind Aufräumen als eine positive Angelegenheit. Also nicht drohen: „Wenn du jetzt nicht alles aufräumst, dann gibt es keine Gute-Nacht-Geschichte!“ Sondern stattdessen das Aufräumen lieber spielerisch gestalten, so dass eine freundliche und entspannte Atmosphäre entsteht. Bitte deine Tochter beispielsweise ihre Puppe ins Bett zu bringen und die Puppenkleider in den Schrank zu legen. Mit den Duplo-Steinen gibt es ein Wettwerfen in die Kiste. Lustig ist auch, aus dem Aufräumen ein Suchspiel zu machen: Wer findet die meisten Bausteine? Oder einen kleinen Wettbewerb zu veranstalten: Wer schafft es schneller die Autos in der Parkgarage einzuparken – du oder dein Sohn?

 

Aufräumzeit mit Eieruhr festlegen

Wird tatsächlich jeden Tag ein Mal aufgeräumt, dauert das meist nur fünf bis zehn Minuten. Trotzdem haben vor allem ältere Kinder oft wenig Lust dazu. Kleiner Tipp: Hier hilft es, einen Eierwecker zu stellen. So ist das Ende der Aufräumzeit deutlich hörbar. 

 

Die richtigen Ordnungshelfer

Ausreichend stapelbare kleine und große Kisten, die gut erreichbar sind – das ist natürlich eine Grundvoraussetzung, damit das Kind auch wirklich aufräumen kann. Damit das Spielzeug nicht kunterbunt in den unterschiedlichen Kisten vermischt wird, hilft es, diese mit passenden Aufklebern zu versehen. Schneide dazu z.B. aus dem Spielzeugkatalog Fotos aus. So weiß dein Kind, in welche Kiste etwa die Legosteine oder Eisenbahnschienen gehören. Wichtig: Spielzeug, mit dem ständig gespielt wird, sollte in greifbarer Höhe gelagert werden. Werden bestimmte Sachen selten oder nie hergenommen, können sie in eine obere Regal-Etage gestellt werden oder auch mal in den Keller wandern. Oft werden Sachen, die eine Zeit lang aus dem Gesichtskreis verschwinden, plötzlich wieder interessant.

 

Flächen für Bauwerke schaffen

Ganz klar: Hat dein Kind stundenlang an einem Lego-Hubschrauber gebastelt oder sonst etwas Schönes gebaut, möchte es das Kunstwerk am Abend keinesfalls gleich wieder zerstören. Also am besten eine Ausstellungsfläche schaffen – das kann ein freies Regalbrett oder eine Kommode sein. Wichtig ist nur, dass das Kunstwerk ein Plätzchen bekommt, an dem es noch eine Weile bewundert werden kann.

 

Loben nicht vergessen

Hat das Kind gut beim Aufräumen mitgeholfen, solltest du deine Freude auch deutlich zeigen und es loben. Das macht dein Kind stolz und spornt es an!

 

 

 

Hast du noch weitere Tipps, wie dein Kleines am besten aufräumt? Dann schreib uns doch unter kontakt@medela.de oder auf unserer Facebookseite.