Stillen trotz Brustverkleinerung: Eine Mutter kämpft für ihren Traum

Stillen trotz Brustverkleinerung: Eine Mutter kämpft für ihren Traum

 

 „Ich hatte bereits drei Kinder voll gestillt, als ich mich 2014 einer Brustverkleinerung unterzogen habe. Auch weil ich dachte, ich wäre mit der Kinderplanung – und damit der Stillzeit – durch. Mit meinem Einverständnis würde nicht stillerhaltend operiert, viel Drüsengewebe wurde entfernt. Als ich dann doch mit meinem vierten Kind, meiner kleinen Tochter, schwanger war, war es mein größter Wunsch, auch sie zu stillen. Außer mir und meiner Heilpraktikerin hat allerdings niemand daran geglaubt – sogar meine Hebamme hat mir von Anfang an nur die Vorteile von Flaschennahrung erklärt. Aber ich war mir so sicher: Ich möchte stillen!

 

„Es ging allen nur darum, dass mein Kind möglichst schnell zunahm. Um meine Milchproduktion kümmerte sich niemand.“

Nach der Geburt musste ich noch im Krankenhaus darum richtig kämpfen. Es ging allen – Ärzten, Schwestern und Hebammen — nur darum, dass mein Kind möglichst schnell zunimmt. Natürlich wollte ich auch, dass es meiner Kleinen an nichts fehlt! Aber leider hat sich zu keiner Zeit jemand darum gekümmert, dass meine Milchproduktion gut angeregt wird.  Meine Hebamme hatte solche Sorgen um meine Brust und dass ich womöglich eine Brustentzündung bekommen könnte, dass sie meinen Stillwunsch hinten angestellt hat. Für mich war das unglaublich frustrierend und traurig, ich habe mich so allein damit gefühlt . Schließlich so angenommen, weil ich zu dem Zeitpunkt einfach keine andere Lösung kannte. Aber die Hoffnung auf das Stillen blieb, deshalb habe ich zumindest versucht, mit dem Sauger Calma möglichst stillfreundlich zuzufüttern. Vor der Flasche bekam meine Tochter immer fünf Minuten die Brust, saugte dort fröhlich und auch mit der Flasche hatte sie keine Probleme. Aber ich konnte mich mit dem Zufüttern einfach nicht anfreunden.

 

„Das Brusternährungsset war das Beste, was uns passieren konnte!“

Als meine Tochter 4 Wochen alt war, zeigte mir eine Stillberaterin das Brusternährungsset. Das war das Beste, was uns passieren konnte! Innerhalb von zwei Tagen habe ich alles umgestellt – statt aus der Flasche bekam meine Tochter jetzt ihre Milch durch den dünnen Schlauch an meiner Brust. Endlich wurde sie für ihre Saugbemühungen belohnt, es kam Milch und sie wurde satt. Dass es leider weiterhin bis zum 90% Säuglingsnahrung sind, daran kann ich nichts ändern und es dauert natürlich auch seine Zeit, bis wir mit Stillen fertig sind. Aber diese Nähe, das tolle Gefühl, dass wir zusammen das Stillen genießen können, wiegt alles auf! Ich wünsche mir nur, ich wäre schon im Krankenhaus direkt auf diese Möglichkeit aufmerksam gemacht worden. Deshalb informiere ich andere Mütter in einer ähnlichen Situation – also zum Beispiel mit einer Brustverkleinerung oder ähnlichen Stillhindernissen – jetzt wann und wo immer ich kann. Stillen ist einfach das Schönste, was es gibt!“

 

 

Petra_L_BrusternaehrungssetPetra Legierski lebt in Köln und ist Mutter von vier Kindern. Nach ihren positiven Erfahrungen mit dem Brusternährungsset, gibt sie diese Empfehlung an alle Mütter, zu denen sie Kontakt hat, weiter. Und das sind viele: Petra Legierski setzt sich unter anderem auf Facebook in der „Stillecke 2.0.“ für das Thema Stillen ein.

 

 

 

 

 

Hast oder Hattest du ein ähnliches Stillproblem wie diese Mama? Was hat dir geholfen? Schreib uns unter kontakt@medela.de oder auf Facebook!