Trau dich ueberall zu Stillen

Trau dich! Tipps zum Stillen in der Öffentlichkeit

Die ersten Wochen mit deinem Baby waren wunderschön. Ihr habt gekuschelt, ausgeruht und seid ein eingespieltes Still-Team geworden. Jetzt wollt ihr gemeinsam die Welt entdecken! Kein Problem, Muttermilch hast du schließlich immer und überall für dein Baby dabei.

 

 

Leider hört man immer mal wieder Geschichten von Müttern, die beim Stillen in der Öffentlichkeit mit blöden Kommentaren und Vorurteilen konfrontiert waren. Dabei ist Stillen die natürlichste Sache der Welt und alles andere als verboten! Lass dich nicht verunsichern: Mit ein paar Tricks gelingt dir das Stillen in der Öffentlichkeit bald ganz entspannt.

 

1. Such dir ein ruhiges Plätzchen.

Der richtige Ort ist der, an dem es einigermaßen ruhig ist, du dich wohlfühlst und bequem hinsetzen kannst. Ruhe ist vor allem bei älteren Babys wichtig, denn ein verschlafenes Neugeborenes ist leichter in der Öffentlichkeit zu stillen als ein zehn Monate altes, neugieriges Baby, das sich schnell ablenken lässt. In manchen Einkaufszentren oder Kaufhäusern gibt es heute spezielle Still-Räume. Eine Umkleidekabine oder stille Ecke im Café ist aber genauso gut.

 

2. Stillfreundliche Kleidung macht alles einfacher.

Niemand zieht sich gern in der Öffentlichkeit aus und gerade im Herbst oder Winter kann ein nackter Bauch auch ganz schön kalt und ungemütlich werden. Spezielle Still-Kleidung ermöglicht es deinem Baby, bequem an deiner Brust zu trinken, ohne dass du dabei zu viel Haut zeigst. Du kannst zum Beispiel ein Still-Top unter einem „normalen“ T-Shirt tragen. Zum Stillen kannst du das T-Shirt dezent hochschieben, dein Baby anlegen und das Shirt bis zum Babyköpfchen dann wieder herunterziehen. So bleibt beinahe alles bedeckt. Ebenfalls gut geeignet sind Oberteile mit Knöpfen.

 

3. Wenn du dich wohler fühlst, benutze einen Sichtschutz.

Egal ob Still-Tuch oder Still-Schal – es gibt heute viele elegante, spezielle Kleidungsstücke, um zu viel Blöße zu vermeiden und dein Baby beim Stillen vor neugierigen Blicken zu schützen. Es muss aber gar keine Designerlösung sein: Ein Spucktuch oder eine kleine Babydecke hast du vermutlich immer dabei. Einfach über die Schulter gelegt, funktionieren sie genauso gut.

 

4. Übung macht den Meister.

Du fühlst dich vielleicht sicherer, wenn du das Anlegen unter dem Stilltuch oder mit ungewohnter Stillkleidung zu Hause schon einmal geübt hast. Vor dem Spiegel kannst du auch kontrollieren, wie viel bzw. wie wenig Haut du dabei tatsächlich zeigst.

 

5. Timing ist alles!

Ein schreiendes Baby lässt sich nirgendwo unauffällig stillen. Versuche deshalb möglichst einen Ort zum Stillen zu finden, bevor das Baby vor Hunger brüllt. Ist es erst einmal satt, kannst du entspannt mit deinem Programm weitermachen.

 

Denk immer daran: Du entscheidest, wie, wann und wo du stillst. Eine Mutter, die ihr Baby liebevoll versorgt, ist überall ein Vorbild für andere Mütter!

 

 

Welche Erfahrungen hast du mit dem Stillen in der Öffentlichkeit gemacht? Welche Tipps kannst du noch geben? Schreibe uns deine Meinung unter kontakt@medela.de oder in unserer Medela Deutschland Facebook-Community.