Die verschiedenen Funktionen und Veränderungen der weiblichen Brust.

Verändert ein Baby deine Brust?

Dein Körper trägt die komplette Ausrüstung zum Stillen in sich und startet mit dem Einsatz, sobald du schwanger bist. Die Brustwarzen werden besonders empfindlich – oft das erste Zeichen einer Schwangerschaft.

Aufgrund hormoneller Veränderungen werden durch die Ausbildung der Brustdrüsen auch deine Brüste größer. Die Haut rund um die Brustwarze wird dunkler und die Montgomery-Drüsen (kleine helle Erhebungen auf dem Brustwarzenhof) treten deutlich hervor. Sie schützen deine Brustwarzen mit körpereigenem “Öl”. In der zweiten Hälfte der Schwangerschaft beginnt die Brust mit der Produktion der Vormilch, dem Kolostrum. Bei manchen Frauen laufen ein paar Tropfen heraus, bei anderen nicht – trotzdem produzieren beide später Muttermilch für ihre Babys. Bei den meisten Frauen wird die Brust in der Schwangerschaft größer. Vergiss den Gedanken wie “Meine Brust ist zu klein oder zu groß”. Die Größe deiner Brust hat nichts damit zu tun, ob du erfolgreich stillen kannst oder nicht.

 

Das ändert sich nach der Geburt

Der Hormonhaushalt ändert sich in den ersten Tagen nach der Geburt und die Milchproduktion ist nicht mehr unterdrückt. Aus den kleinen Mengen Kolostrum der ersten Tage wird bis zum Ende der ersten Woche eine deutlich größere Menge Muttermilch. Dies kann allmählich oder sehr schnell gehen. Deine Brust fühlt sich größer, voller und fester an und vielleicht läuft zwischendurch Milch aus. Fühlen sich deine Brüste unangenehm und extrem fest an, sprich mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Es gibt Hilfen, die dir Erleichterung verschaffen können.

 

Das ändert sich nach dem Abstillen

Viele der Veränderungen während der Schwangerschaft und der Stillzeit verschwinden mit dem Abstillen. Das zusätzliche Milchdrüsengewebe wird nicht länger gebraucht und deine Brüste werden wieder kleiner. Dies kann Monate dauern. Es sei denn, du wirst wieder schwanger. Dann wird die Rückbildung des Drüsengewebes unterbrochen und es wird wieder zur vollen Funktionsfähigkeit aufgebaut. Nicht das Stillen verändert die Form der Brust, sondern die Schwangerschaftshormone.

 

Additional Resources:

Lawrence RA, Lawrence RM. Breastfeeding: A Guide for the Medical Profession. 7th ed. Maryland Heights, Mis-souri: Elsevier Mosby; 2011.

Riordan J, Wambach K. Breastfeeding and Lactation. 4th ed. Sudbury, MA: Jones and Bartlett Publishers; 2010.