Was bringt Pränataldiagnostik?

Ziel der Pränataldiagnostik ist es, Fehlbildungen, Erbkrankheiten und Chromosomenabweichungen deines Kindes möglichst früh zu erkennen. Je nach Ergebnis können weitere Untersuchungen folgen.

 

Es gibt nicht-invasive und invasive Screenings:

 

Nicht-invasive Pränataldiagnostik

  • Ultraschall
    Die Mutterschaftsrichtlinien sehen drei Ultraschall-Screenings vor, die dich über das Wachstum und die Entwicklung deines Babys informieren. Mehr sind nur ratsam, wenn dein Alter, Krankheiten in der Familie etc. auf ein bestimmtes Risiko schließen lassen.
  • Ersttrimesterscreening
    Nackentransparenzmessung, Bluttests und weitere Checks helfen, Fehlbildungen und chromosomale Störungen zu entdecken.
  • Bluttest zur Früherkennung des Down-Syndroms
    Durch einfache Blutabnahme ermöglicht es ein neuer Test für Selbstzahler (1000 bis 1200 Euro), das Down-Syndrom festzustellen. Im Gegensatz zu anderen Tests werden nur Sequenzen für das Chromosom 21 überprüft.
  • Rhesusunverträglichkeit
    Ist dein Blut rhesus-negativ und das deines Babys rhesus-positiv, kann dieser Unverträglichkeit mit Antikörpersuchtests und Prophylaxespritzen entgegengewirkt werden.

 

Invasive Pränataldiagnostik

Bei den hier eingesetzten Punktionen werden mit einer Hohlnadel Gewebeproben aus dem Fruchtwasser, der Plazenta oder der Nabelschnur entnommen. Da diese Eingriffe mit einem Risiko für Komplikationen und auch Fehlgeburten verbunden sind, solltest du dich vorher gut von deinem Arzt beraten lassen.

 

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  • Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese), zwischen der 16. und 18. Schwangerschaftswoche
    Bei der am längsten eingesetzten invasiven Methode gelten die Ergebnisse zu 98 Prozent als sicher. Durch die Bauchdecke wird Fruchtwasser zur Analyse entnommen.
  • Chorionzottenbiopsie, zwischen der 8. und 12. Schwangerschaftswoche
    Bei dieser Punktion werden fetale Zellen aus der Plazenta entnommen. Sie lässt sich früher als eine Fruchtwasseruntersuchung durchführen, gilt aber als riskanter.