Milcheinschuss - was ist das und was passiert da? Wir geben dir Antworten.

Was ist eigentlich der „Milcheinschuss“?

Was etwas brachial klingt, ist in Wirklichkeit eine natürliche und auch wichtige Phase deines Körpers. Was du nach der Geburt über den Milcheinschuss wissen musst, liest du hier.

In den ersten Tagen nach der Entbindung, ungefähr zwischen dem zweiten und fünften Tag, kommt es zum „physiologischen ersten Milcheinschuss“. Dann schwellen deine Milchdrüsen an und  das Kolostrum (die erste Milch) wandelt sich in Übergangsmilch und dann in reife Muttermilch.

 

Wie gut ist meine Milch?

Bis du reife Muttermilch produzierst, muss dein Baby keinesfalls auf seine Nahrung verzichten. Es trinkt in dieser Übergangszeit das sogenannte „Kolostrum“. Diese Vormilch, auch erste Milch oder Neugeborenenmilch genannt, enthält bereits alle wichtigen Nährstoffe, Vitamine und Mineralien, vor allem aber viele wichtige Immunglobuline und Abwehrstoffe, die dein Baby jetzt für seine Entwicklung braucht. Es ist unnötig oder sogar kontraproduktiv, diese Zeit mit einem Fläschchen zu überbrücken.

 

Woran erkennst du den Milcheinschuss?

Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden dir deine Brüste jetzt hart, sensibel, gerötet und heiß erscheinen. Die Ursache dafür ist eine vermehrte Blutzirkulation in den Brüsten und eine erhöhte Absonderung von Lymphflüssigkeit. Für die meisten Frauen fühlt sich die Brust bei diesem Prozess eher unangenehm und schmerzhaft an. Doch keine Sorge: Nach 8–24 Stunden hat sich alles eingespielt und die lästigen Druckgefühle nehmen wieder ab.

 

Was hilft bei dir jetzt?

  • Einer Brustdrüsenschwellung beugst du am besten vor, indem du dein Baby in den ersten Tagen so häufig wie möglich stillst. Sprich dazu auch mit deiner Hebamme oder Stillberaterin. Am besten kühlst du deine Brust zwischen den Stillmahlzeiten, zum Beispiel mit kaltem Wasser. In einigen Krankenhäusern wirst du zum Kühlen auch wohltuende Auflagen mit Quark oder Weißkohlblättern bekommen. Wichtig ist, dass der Brustwarzenhof und die Brustwarze dabei immer ausgespart werden.
  • Vor dem Stillen kann auch ein sanftes, kreisförmiges Massieren der Brüste angenehm erleichternd wirken.
  • Wenn du in der Rückenhaltung stillst, kannst du gut überprüfen, ob dein Baby die Brust trotz deiner Beschwerden gut fassen und die bereits vorhandene Milch trinken kann.

 

 

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