Was tun, wenn dein Still-Baby krank wird?

Hast du dich schon einmal gefragt, was du tun musst, wenn dein Still-Baby krank wird? Zuallererst: Du solltest auf jeden Fall weiterstillen, denn deine Muttermilch enthält genau das, was dein Baby jetzt braucht – gerade weil es krank ist. Deine Muttermilch ist besonders leicht verdaulich und belastet den kleinen Körper dadurch nicht mit zusätzlicher, kräftezehrender Verdauungsarbeit. Außerdem enthält sie viele wichtige Antikörper und abwehrstärkende Immunglobline, die deinem Baby beim Bewältigen der Krankheit helfen.

 

 

Jetzt ganz wichtig: ausreichend Flüssigkeit, Nähe und Trost

Genau diese Bedürfnisse deines kranken Babys können durch das Trinken an deiner Brust optimal gestillt werden. Die körperliche Nähe beim Stillen tut deinem Baby gut und spendet ihm Geborgenheit, Sicherheit und Trost. Wahrscheinlich wirst du auch das Gefühl haben, dass es jetzt ununterbrochen gestillt werden möchte. Das ist völlig in Ordnung und normal – mach weiter. Wenn dein Baby krank ist, braucht und genießt es deine Nähe ganz besonders.

 

 

was-tun-wenn-dein-still-baby-krank-wird_klein

 

Stille so häufig wie möglich!

Auch wenn dein Baby Bauchweh oder Magen-Darm-Probleme hat, ist gerade Muttermilch oft die einzige Flüssigkeit, die sein Magen toleriert und aufnehmen kann. In diesem Fall kann es hilfreich sein, deutlich häufiger, aber dafür kürzer zu stillen. Durch das Weiterstillen sorgst du außerdem dafür, dass dein Baby mit ausreichend Flüssigkeit versorgt wird – und das erleichtert es ihm, die Krankheit schneller zu überwinden.

 

 

 

Bei Erkältung eher aufrecht stillen!

Bereitet es deinem Baby Schwierigkeiten zu trinken, weil es zum Beispiel erkältet ist und eine verstopfte Nase hat, versuche es beim Stillen in einer möglichst aufrechten Position zu halten. Sollte es vorkommen, dass dein Baby das Trinken ganz verweigert, probiere, ihm die Milch mit einem Löffelchen oder aus einem kleinen Becher zu geben. Hast du den Eindruck, dass nichts hilft, zögere nicht, dich an deinen Kinderarzt, deine Hebamme oder deine Stillberaterin zu wenden.

 

 

 

Additional Resources:

Lawrence and Lawrence. Breastfeeding: A guide for the medical profession.

La Leche League. The Womanly Art of Breastfeeding.