Du stehst kurz vor der Geburt und fragst dich, wie sich Wehen anfühlen? Wir geben dir hier ein paar Antworten.

Huuuuhhh…. Wie weh tun eigentlich Wehen?

Zum Glück sind Wehen ein Ausnahmezustand – die Schmerzen kommen heftig, aber vergehen auch wieder völlig. Beim ersten Kind haben zirka 60 Prozent der Frauen sehr starke Wehenschmerzen und bei Zweitgebärenden immer noch die Hälfte. Doch sie alle haben es geschafft!

 

Wie stark schmerzen Wehen?

Ehrlich gesagt, ist es schwer, diesen Schmerz wirklich treffend zu beschreiben. Es ist wie eine Spannung im Bauch, die bis zu einem gewissen Punkt immer intensiver wird und dann langsam wieder abnimmt. Dann tritt eine Ruhephase ein, die im Laufe der Geburt stetig kürzer wird. Es fühlt sich so ähnlich an wie eine Mischung aus starken Menstruationsschmerzen mit üblen Magen-Darm-Krämpfen und Rückenschmerzen. Manche Frauen sprechen von einem scharfen ziehenden Schmerz oder intensivem Stechen, andere empfinden den Schmerz als eher dumpf. Wissenschaftler, die versucht haben, die Intensität dieses Schmerzes einzuordnen, beschreiben ihn so: Es tut so weh, als würde jemand mit einem Stilettoabsatz auf deinen Handrücken treten. Aua!

 

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Du musst nicht die Heldin spielen!

Man hört immer mal wieder von Frauen, die diese Schmerzen einfach ganz locker weggeatmet haben. Doch ganz ehrlich, die meisten von uns fallen nicht in die Kategorie „Indianerherz kennt kein Schmerz“ – und auch das ist in Ordnung.

 

Denn eine Geburt ist ein Ausnahmezustand und kein Bewerbungsverfahren für Tapferkeitsmedaillen. Ob mit oder ohne PDA, erlaubt ist alles, was dir hilft: Egal, ob du schnaubst und grunzt, laut schreist oder deinen Partner beschimpfst.

 

 

Das Gute: Wehenschmerzen haben eine Besonderheit

Als kleiner Trost für dich: Wehen schmerzen tatsächlich lediglich in dem Moment, wenn sie da sind. Ähnlich wie ein Zug, der vorbeirauscht und dessen Geräusch danach völlig verschwunden ist. Das ist wirklich etwas Besonderes, da wir normalerweise nur Schmerzen kennen, die langsam abflauen. Nach einer Wehe tut erst mal nichts mehr weh  –  allerdings nur so lange, bis die nächste kommt. Die gute Nachricht: Der Körper selbst hat eine Wunderwaffe gegen die Wehenschmerzen parat – er schüttet jede Menge Endorphine aus. Sie wirken als natürliches Schmerzmittel und versetzen die werdende Mutter in eine Art Trance-Zustand bzw. machen sie „high“. In diesem Zustand lassen sich die Wehen in der Tat gut „wegatmen“ und Gebärende können sich auf ihre Geburtsarbeit einlassen. Und sobald du es geschafft hast und dein Baby im Arm hältst, wird dein Glücksgefühl die Strapazen der Geburt überwiegen – versprochen!

 

Hast du noch Tipps für werdende Mütter? Dann schreib uns doch unter kontakt@medela.de.