Bei Zwillingen und Mehrlingen bekommt man besondere Unterstützung. Hier findest du alle Infos zu der Hilfe.

Zwillinge und Mehrlingsgeburten: Welche personellen und materiellen Hilfen gibt es?

Mutterschutz, Elterngeld, Hebammenbetreuung: Diese personellen und materiellen Hilfen gibt es bei Zwillingen und Mehrlingsgeburten.

 

Mutterschutz

Wie für alle Mütter beginnt der Mutterschutz auch für Mehrlingsmütter sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Allerdings beträgt er nach der Geburt nicht acht, sondern zwölf Kalenderwochen. Wichtig: Konnte die Mutterschutzfrist vor der Entbindung auf Grund einer Frühgeburt oder vorzeitigen Entbindung nicht in voller Höhe in Anspruch genommen werden, verlängert sich die Mutterschutzfrist nach der Geburt um die nicht in Anspruch genommenen Tage vor der Entbindung.

 

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Hebammenbetreuung

Während der Schwangerschaft, bei der Entbindung und in der Zeit danach hast du Anspruch auf ärztliche Betreuung und Hebammenhilfe. Nach der Geburt wird die Hebamme auch zu dir nach Hause kommen. Allerdings kannst du die Hebamme auch bei Zwillingen oder Mehrlingen nicht öfters in Anspruch nehmen als Frauen mit nur einem Neugeborenen. Glücklicherweise bekommt die Hebamme pro Besuch aber eine höhere Vergütung, so dass sie mehr Zeit für dich und deine Babys hat.

 

 

Elterngeld

Das Elterngeld unterstützt dich nach der Geburt finanziell und erleichtert es dir, deine Erwerbstätigkeit zu unterbrechen oder einzuschränken, um dich der Fürsorge deines Babys zu widmen. Anspruch darauf haben Eltern, die ihr Kind nach der Geburt vorrangig selbst betreuen wollen und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstätig sind. Die Höhe des Elterngeldes richtet sich nach dem berücksichtigungsfähigen Einkommen, das der betreuende Elternteil vor der Geburt des Kindes hatte. Das Elterngeld ersetzt den wegfallenden Teil des Einkommens zu mindestens 65 Prozent. Dies sind monatlich mindestens 300 Euro – auch für nicht erwerbstätige Eltern – und höchstens 1.800 Euro. Bei Mehrlingsgeburten gibt es für das zweite und jedes weitere Mehrlingskind einen Zuschlag von je 300 Euro. Das Basiselterngeld kann nur in den ersten 14 Lebensmonaten eines Kindes bezogen werden, innerhalb derer ein Elternteil höchstens für zwölf Monate Elterngeld beanspruchen kann.

 

Anders als das Basiselterngeld kann ElterngeldPlus auch über den 14. Lebensmonat hinaus bezogen werden. Das ElterngeldPlus berechnet sich wie das Basiselterngeld, beträgt aber maximal die Hälfte des Elterngeldbetrags, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt zustünde. Dafür wird es für den doppelten Zeitraum gezahlt: ein Elterngeldmonat = zwei ElterngeldPlus-Monate.

 

Hilfe- und Beratungsstellen

Gut zu wissen: Für werdende Eltern, die Zwillinge oder Mehrlinge erwarten, gibt es kostenlose regionale Beratungsstellen. Bei den Wohlfahrtsverbänden werdet ihr im Bereich „Ehe-, Familien- und Lebensberatung“ umfassend über Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten informiert. Adressen über Beratungsstellen in eurer Umgebung könnt ihr über die Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Jugend- und Eheberatung e.V. (DAJEB) erfragen.

 

 

Haben euch diese Tipps geholfen? Was würde euch noch interessieren? Schreibt uns unter kontakt@medela.de.